Das Gros des Teams stellt der Alpin-Ski-Bereich

ÖPC-Team will Erfolgsstory in Pyeongchang fortsetzen

Dienstag, 06. März 2018 | 08:54 Uhr

Wie vor vier Jahren in Russland ist Österreichs Paralympisches Komitee (ÖPC) mit 13 Aktiven bei den 12. Winter-Paralympics in Pyeongchang, die am Freitag feierlich eröffnet werden, vertreten. Das ÖPC-Team möchte in Südkorea an die Erfolge von Vancouver 2010 und Sotschi 2014 anschließen. Jeweils elf Medaillen gab es für Österreich bei diesen beiden Großereignissen zu feiern.

Das Gros des Teams stellt erneut der Alpin-Ski-Bereich mit insgesamt zehn Teilnehmern (acht Männer, zwei Frauen), die bekanntesten sind die Routiniers Claudia Lösch und Markus Salcher. Doch auch in den anderen beiden Sportarten mit ÖPC-Beteiligung zählen zwei rot-weiß-rote Sportler zum engsten Favoritenkreis: Langläuferin Carina Edlinger und Snowboarder Patrick Mayrhofer.

Dominierende Nation der Paralympics war zuletzt Russland mit 30 Gold-, 28 Silber- und 22 Bronze-Medaillen – in Summe also 80 Stück bei den nachträglich vom Dopingskandal überschatteten Heimspielen. Nach dem Vorbild des IOC schloss das Internationale Paralympische Komitee (IPC) das Russische Paralympische Komitee (RPC) vom Großereignis in Südkorea aus und erteilte lediglich 30 russischen Athleten, die nachweislich die Anti-Doping-Richtlinien erfüllt haben, die Starterlaubnis unter neutraler Flagge.

Insgesamt 570 Sportler aus 49 Ländern werden ab Samstag bis zum 18. März in Südkorea in 80 Entscheidungen um Medaillen kämpfen. Neben Georgien und Tadschikistan nimmt nach der jüngsten Annäherung mit Südkorea auch Nordkorea erstmals an Winter-Paralympics teil. Außer den genannten drei Sportarten mit österreichischer Beteiligung gibt es noch drei weitere: Biathlon, Sledge-Eishockey und Rollstuhl-Curling.

In den einzelnen Wettbewerben gibt es zum Teil verschiedene Kategorien je nach Behinderung. So starten die Sportler beispielsweise in den alpinen und nordischen Disziplinen in drei Kategorien: stehend, sitzend und sehbehindert. Im Snowboard gibt es drei Klassen, zwei für Sportler mit Beeinträchtigung der unteren Extremitäten, die dritte betrifft Athleten mit Beeinträchtigungen in der Funktion der oberen Gliedmaßen, die die Fähigkeit, Gleichgewicht zu halten, beeinflussen.

Die Olympia-Wettkampftstätten mussten für die Paralympics teilweise adaptiert werden. So wurden zum Beispiel die Banden im Eishockey-Zentrum in Gangneung vor den Mannschaftsbänken und der Strafbank durch durchsichtige Elemente ersetzt. Denn die Sledge-Eishockey-Spieler nutzen spezielle Schlitten, wodurch sie näher an der Oberfläche des Eises sind. Auch der Transport muss bei den Paralympics anders koordiniert werden. So kommen etwa zusätzliche Spezialbusse für die Rollstuhlfahrer zum Einsatz.

Neben der Eishockey-Halle konzentrieren sich die Wettkämpfe auf das Alpensia Biathlon Centre, die alpinen Pisten in Jeongseon und das Curling Centre in Gangneung. Eröffnungs- und Schlussfeier finden wie bei den Olympischen Spielen im fünfeckigen Stadion von Pyeongchang statt.

Das ÖPC-Aufgebot für die Paralympischen Spiele in Südkorea vom 9. bis 18. März:

Ski alpin (10): Heike Eder, Markus Gfatterhofer, Thomas Grochar, Claudia Lösch, Gernot Morgenfurt (mit Guide Christoph Gmeiner), Nico Pajantschitsch, Roman Rabl, Markus Salcher, Simon Wallner, Martin Würz

Snowboard (2): Patrick Mayrhofer, Reinhold Schett

Ski nordisch (1): Carina Edlinger (mit Guide Julia Edlinger)

Von: apa