ÖOC-Präsident Karl Stoss (r.) bei der Eröffnung des Österreich-Haus

Österreich-Haus soll wieder olympischer Publikumshit werden

Freitag, 05. August 2016 | 06:13 Uhr

Das Österreich-Haus soll während der Olympischen Spiele wieder zum beliebten Treffpunkt für Sportler, Betreuer, VIPs und andere Gäste aus aller Welt werden. Der Standort im Clubhaus des Fußball-Erstligisten Botafogo ist zwar weit weg vom Olympia-Dorf und den meisten Wettkampfstätten, soll aber viel Laufkundschaft von den nahen Sehenswürdigkeiten und Stadtstränden anlocken.

Der Startschuss erfolgte am Donnerstagabend (Ortszeit) bei großem Andrang mit einer feierlichen Eröffnung samt Fahne-Hissen. Auch etliche rot-weiß-rote Sportler ließen sich das Opening nicht entgehen. Auf Olympia-Touristen und geladene Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik warten in den kommenden zweieinhalb Wochen im “Austria House” alpines Flair, österreichisches Essen, Getränke und Musik.

Das ÖOC erhofft sich bis zu 60.000 Besucher. 2012 in London hatte man 45.000 verzeichnet. Der erste Abend verlief schon einmal vielversprechend, alle Bereiche des Areals waren prall gefüllt. Bis 21. August möchten die Verantwortlichen freilich auch möglichst viele eigene Medaillengewinner feiern. “Wir wollen natürlich, dass sich die Sportler und Coaches hier wohlfühlen. Aber wir präsentieren Österreich hier auch auf der größten Bühne der Welt und wollen, dass nicht nur viele Brasilianer, sondern auch Gäste aus anderen Nationen irgendwann nach Österreich in den Urlaub kommen”, betonte Peter Mennel, der Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC).

Mennel sprach in Vertretung von ÖOC-Präsident Karl Stoss die Eröffnungsworte. Sein Vorarlberger Landsmann war als frisch aufgenommenes IOC-Mitglied gleichzeitig zu einem Abendessen mit seinen neuen Gremiumkollegen geladen. Der ÖOC-Chef wurde deshalb erst zu späterer Stunde im Ö-Haus erwartet.

Der öffentlich zugängliche Bereich des Österreich-Hauses bietet auf einer großzügigen Terrasse 450 Personen Platz. Für bis zu 250 geladene Gäste steht ein großer Galasaal mit Livemusik zur Verfügung. Als Lockmittel für Passanten wird in einem gegenüberliegenden Einkaufszentrum mit Bergsport für Österreich geworben. Dafür ist eine aus Österreich angelieferte Kletterwand errichtet worden, an der sich Interessierte nicht nur informieren, sondern sich auch selbst im Kraxeln versuchen können.

Um Hunger und Durst der Gästescharen im Ö-Haus zu stillen, sind 36 Tonnen Lebensmittel und Getränke aus Österreich angeliefert worden. Reichlich Bier, Wein, Käse, Speck, Sauerkraut und andere Köstlichkeiten sollen im brasilianischen Winter für die Alpenrepublik Stimmung machen. Außerdem sind tonnenweise Fleisch und Gemüse vor Ort angeschafft worden, um den Gästen Schnitzel, Tafelspitz und Co. auftischen zu können. Für das leibliche Wohl sorgen eine eigene Backstube und ein Cateringunternehmen mit 27 Mitarbeitern, das von 30 Tourismusschülern aus der Heimat unterstützt wird. Insgesamt sind 110 Personen beschäftigt.

Das alles kommt dem Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC) freilich ziemlich teuer. Alleine die Mietkosten der Räumlichkeiten belaufen sich auf rund 350.000 Euro. Das von Partnern und Sponsoren getragene Gesamtbudget beträgt circa 1,7 Millionen Euro. Dafür werden aber keine sportöffentliche Fördermittel angetastet werden, betont man im ÖOC stets.

Von: apa

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