Kriechmayr schnupperte etwas Rennluft

ÖSV-Männer nach verpatztem Auftakt zurück im Trainingsalltag

Montag, 24. Oktober 2022 | 05:02 Uhr

Österreichs Skirennläufer kehren nach dem enttäuschenden Saisonauftakt auf dem Rettenbachferner in den Trainingsalltag zurück und bleiben dafür in Sölden. Anfang November hebt das Flugzeug mit Matthias Mayer, Vincent Kriechmayr, Marco Schwarz und Co. an Bord Richtung USA ab. Ein Teil der Techniker wird das Parallelrennen in Lech/Zürs bestreiten, Manuel Feller, am Sonntag als Halbzeitfünfter auf Rang 16 zurückgefallen, schnallt seine Skier erst wieder in Val d’Isere an.

Beim Weltcup-Start in Sölden schafften es mit Marco Schwarz (13.), Feller, Patrick Feurstein (22.) und Kriechmayr (27.) nur vier aus dem ÖSV-Team in die Wertung, Raphael Haaser (38.) und Thomas Dorner (55.) verpassten die Finalteilnahme, Mayer und Dominik Raschner schieden im ersten Durchgang aus. Stefan Brennsteiner und Roland Leitinger sind verletzt bzw. noch nicht in Rennform und steigen erst in Frankreich ein.

Da die geplanten Weltcupabfahrten diese Woche in Zermatt/Cervinia wegen Schneemangels abgesagt wurden, wartet als nächste Station Lech/Zürs (13. November), ehe in Übersee Ende November/Anfang Dezember die Speedbewerbe in Lake Louise (eine Abfahrt, zwei Super-G) und Beaver Creek (zwei Abfahrten, ein Super-G) anstehen.

Jeweils bis zu drei Tage Speed und Slalom will Schwarz diese Woche in Sölden trainieren, dann folgt eine Kondistrecke. “Für die Speedvorbereitung in Amerika werde ich aber auch die Slalomski einpacken, dass ich auch noch was weiterbringe”, meinte der Kärntner, der bezüglich der Kanada-Rennen meinte: “Mal sehen, ob ich in Lake Louise dabei bin oder nicht.”

Aus Sölden nahm er mit, dass er “mit dem Riesentorlaufschwung schon zufrieden” und man mannschaftlich betrachtet “unter dem Wert geschlagen” worden sei. “In Sölden haben wir uns in den letzten Jahren auch immer schwer getan. Wir haben eine sehr gute Vorbereitung gehabt. Ich bin überzeugt, wir haben mehr drauf, als wir heute hier runter gezeigt haben. Wir werden gut trainieren, analysieren, zu Odermatt haben wir noch viele Hausaufgaben zu machen.” Der Schweizer Marco Odermatt feierte den zweiten Sieg in Folge beim Gletscher-Auftakt.

Der neue ÖSV-Männer-Rennsportleiter Marko Pfeifer war teilweise mit dem Skifahren, nicht aber mit den Resultaten zufrieden. “Phasenweise sind wir gut Ski gefahren, aber in Summe haben wir nicht einen guten Lauf runtergebracht.” Auch hätten einige mit den weichen Bedingungen Probleme gehabt. “Wir wissen, was wir zu tun haben, wir sind trotzdem auf einem guten Weg, da bin ich ganz sicher. Wir werden in Ruhe weiterarbeiten.”

Das hat auch Feller vor, den der Rückfall im finalen Lauf vor der Kulisse von 14.500 Zuschauern freilich schmerzte. “Was ich am besten kann, ist ein Rennen abhaken und weitermachen. Das habe ich in der Vergangenheit schon oft genug gezeigt.” Er sei einfach schlecht gefahren, für den zweiten Durchgang müsse er sich fast schämen. Sehe man von Leiti (Vorjahreszweiter Leitinger/Anm.) ab, zeige sich das gleiche Bild für das Team wie im Vorjahr. “Und dann war es trotzdem eine gute Saison, da brauchen wir nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir werden schon noch was zum Feiern haben.”

Sein nächster Einsatz wird Val d’Isere (Riesentorlauf und Slalom/10./11.12.) sein, bis dahin bleibe noch ausreichend Zeit. “Das ist immer ein gutes Pflaster für mich gewesen, das ist auch vom Hang her ein ganz anderer Charakter, dann geben wieder Gas.” Über Odermatt meinte der Tiroler. “Für mich keine Überraschung. Ich weiß vom Training her, dass die Schweizer zufrieden sind, wenn sie auf eine Sekunde rankommen.” Und den hinter Zan Kranjec (SLO) drittplatzierten Henrik Kristoffersen könne man anschnallen, was man wolle. “Henrik ist so ein guter Skifahrer, der kompensiert so viel mit seiner Skifahrerei.” Der Norweger fährt für die Marcel-Hirscher-Marke Van Deer.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz