Riegler schlängelte sich mit 44 Jahren auf Platz 4

ÖSV-“Oldie” Riegler in Scuol als Vierte beste Österreicherin

Samstag, 10. März 2018 | 16:58 Uhr

Ausgerechnet die bereits 44-jährige Claudia Riegler hat am Samstag mit dem vierten Platz beim letzten Weltcup-Parallelriesentorlauf der Snowboard-Saison in Scuol (SUI) für das beste ÖSV-Ergebnis gesorgt. Die Salzburgerin musste sich im “kleinen Finale” der Schweizerin Ladina Jenny um 0,49 Sekunden geschlagen geben.

“Nach der großen Enttäuschung bei den Olympischen Spielen mit dem Ausscheiden schon im ersten Quali-Lauf tut mir dieser vierte Rang sehr gut”, freute sich Riegler, die “noch nie” mit so viel Risikobereitschaft gefahren sei wie in dieser Saison. “Einerseits habe ich dadurch Super-Resultate erzielt, andererseits aber auch Ausfälle in Kauf nehmen müssen.” Diese Strategie werde sie aber beibehalten. Die Qualifikationsschnellste Ina Meschik unterlag im Viertelfinale ebenfalls Jenny und wurde Fünfte.

Die Gesamtsiege im Parallel-Weltcup sicherten sich die tschechische Doppel-Olympiasiegerin Ester Ledecka und der Schweizer Olympiasieger Nevin Galmarini schon vor dem Finale kommendes Wochenende in Winterberg (GER).

Für Julia Dujmovits lief es nicht nach Wunsch, sie musste sich im Achtelfinale ihrer ÖSV-Teamkollegin Riegler beugen und sich mit Platz zehn begnügen. Im Parallel-Riesentorlauf-Weltcup reichte dies hinter der Tagessiegerin Ledecka und der Deutschen Selina Jörg zum dritten Rang. “Ich bin froh, dass es sich noch für eine Top-3-Platzierung im PGS-Weltcup ausgegangen ist, obwohl der heutige zehnte Rang nicht das ist, was ich mir vorgenommen habe”, sagte die burgenländische Parallel-Slalom-Olympiasiegerin von 2014. Kommendes Wochenende beendet sie in Winterberg ihre Karriere.

Bei den Herren hatte der Qualifikations-Schnellste Sebastian Kislinger im Viertelfinale gegen den Polen Oskar Kwiatkowski das Nachsehen und wurde als bester Österreicher Fünfter. Für Benjamin Karl war ebenfalls in dieser Phase gegen den Slowenen Tim Mastnak Endstation. Rang sieben reichte für den Niederösterreicher nach dem letzten Riesentorlauf der Saison hinter dem Tagesdritten Galmarini und Edwin Coratti (ITA) noch zu Gesamtrang drei. Mastnak holte im Überraschungsfinale gegen Kwiatkowski seinen ersten Weltcuperfolg.

Karl freute sich: “Ich bin ein wenig überrascht, dass sich der dritte Platz in der PGS-Wertung noch ausgegangen ist.” Nach seiner Sprunggelenks-Verletzung hatte er die Dezember-Rennen verpasst. “Deshalb ist die Freude über diesen Stockerlplatz sehr groß!”

Von: apa