Johannes Aujesky scheiterte im Halbfinale

ÖSV-Ski-Crosser ohne WM-Medaille, Aujesky auf Platz sechs

Samstag, 02. Februar 2019 | 23:22 Uhr

Für Österreichs Ski-Crosser sind die WM-Bewerbe in Solitude am Samstag nicht nach Wunsch verlaufen. Johannes Aujesky schaffte es als einziger ÖSV-Athlet ins Halbfinale und belegte danach im “kleinen Finale” Platz zwei und damit Gesamtrang-Sechs. Der 25-jährige Niederösterreicher, der im Gesamtweltcup Elfter ist, hat damit weiter noch nie im Weltcup oder bei der WM das große Finale erreicht.

Aujesky schnitt wie in der Qualifikation ab, wo er ebenfalls Rang sechs belegt hatte. “Ich habe den Halbfinallauf ein bisschen verhaut, das kleine Finale bin ich dann aber wieder gut gefahren, ich bin stolz auf mich”, resümierte der ÖSV-Fahrer im ORF-Interview. Da er in seiner Karriere noch nie im Finale war, habe er “gar nicht” mit einer Medaille geliebäugelt. “Im kleinen Finale war ich heuer schon dreimal, da gehöre ich hin, ich bin superhappy”, schätzte Aujesky die Situation realistisch ein.

Adam Kappacher und Johannes Rohrweck schieden im Viertelfinale als jeweils Vierte aus. “Wenn es keine Medaille wird, ist mir jedes Ergebnis wurscht”, sagte Rohrweck. Der 28-jährige Oberösterreicher sei von den Kräften her nicht mehr so auf der Höhe gewesen. “Ich war seit einiger Zeit nur mehr auf Voltaren (Anm.: Schmerzmittel) unterwegs”, erinnerte Rohrweck, dem seit dem Weltcup in Idre Knieprobleme zu schaffen machten. Für Daniel Traxler war schon im Achtelfinale als Vierter seines Laufes Endstation.

Im Damen-Bewerb verhinderte ein Sturz eine bessere Platzierung von Andrea Limbacher. Die 29-jährige Oberösterreicherin verschnitt im Viertelfinale nach einem Sprung kurz nach dem Start bei der Landung und landete im Sicherheitsnetz. Sie blieb dabei unverletzt. “Ich weiß gar nicht, was genau passiert ist, aber es ist alles dran”, gab Limbacher Entwarnung. Ihre Enttäuschung war sehr groß. “Meine Form hat sehr gut gepasst, die Trainingsläufe waren echt gut, ich hätte mir sehr viel mehr erwartet, es wollte aber nicht sein. Das ist sehr, sehr bitter”, sagte die Ex-Weltmeisterin.

Bei den Herren triumphierte der Franzose Francois Place vor den Kanadiern Brady Leman und Kevin Drury. Im Damen-Rennen behielt die Kanadierin Marielle Thompson vor der Schweizerin Fanny Smith und der Französin Alizee Baron die Oberhand.

Von: apa