Dominic Thiem und Co bekommen es mit Weißrussland zu tun

ÖTV-Davis-Cup-Team 2018 zunächst daheim gegen Weißrussland

Mittwoch, 20. September 2017 | 19:21 Uhr

Österreichs Davis-Cup-Team erhält vom 2. bis 4. Februar 2018 gegen Weißrussland Gelegenheit zur Revanche. Im April unterlag die rot-weiß-rote Tennis-Equipe in der zweiten Runde der Europa/Afrika-Zone I den Weißrussen in Minsk 1:3, nun wird es in der ersten Runde des nächsten Jahres mit Heimrecht für Österreich zu einer Neuauflage kommen. Das ergab die am Mittwoch in London vorgenommene Auslosung.

“Wir kennen sie auswärts, jetzt können sie uns daheim kennenlernen”, sagte Österreichs Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek in einer ersten Reaktion. In den nächsten Tagen werde man sich mit den Spielern und ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda beratschlagen, wo und auf welchem Belag gespielt werde. “Mit dem Heimvorteil können wir diese Hürde schaffen”, meinte Koubek.

Im April traten die Weißrussen Egor Gerasimow und Ilja Iwaschak im Einzel sowie Routinier Max Mirnyi und Jaraslaw Schyla im Doppel an. Aktuell zweitbester Weißrusse hinter Gerasimow (ATP-125.) ist Uladzimir Ignaitik (174.). Der eine Punkt der Österreicher resultierte aus einem Viersatzsieg von Julian Knowle/Jürgen Melzer im Doppel, zweimal Gerald und einmal Jürgen Melzer unterlagen im Einzel. Vergangene Woche verloren die Weißrussen im Weltgruppen-Play-off in der Schweiz 2:3.

Schweda zeigte sich mit dem Los zufrieden. “Wir können sie schlagen, und wir müssen sie schlagen, damit wir vielleicht heuer noch um den Aufstieg in die Weltgruppe mitspielen können”, meinte der Funktionär. Um das zu schaffen, wäre danach ein Auswärtssieg vom 6. bis 8. April in Russland nötig. Dies scheint eine schwierigere Aufgabe zu sein. Koubek: “Mit dem zweiten Gegner beschäftige ich mich erst, wenn wir gegen den ersten gewonnen haben.”

Im Februar 2012 gab es gegen die Russen in Wiener Neustadt einen 3:2-Sieg und damit Österreichs ersten Aufstieg in ein Weltgruppen-Viertelfinale seit 1995. Um wieder in die Weltgruppe zu kommen, wäre 2018 danach noch ein Sieg vom 14. bis 16. September im Play-off nötig.

Die ebenfalls vorgenommene Weltgruppen-Auslosung hat den heurigen Finalisten Frankreich und Belgien ein Heimspiel gegen die Niederlande bzw. ein Gastspiel in Ungarn gebracht. Bei Vollbesetzung versprechen die Begegnungen Spanien gegen Großbritannien, Kroatien gegen Kanada und Serbien gegen die USA besonders interessant zu werden. In der ebenfalls ausgelosten Fed-Cup-Weltgruppe kommt es wie im Davis-Cup-Endspiel zum Duell der Damen-Teams von Frankreich mit Belgien.

Von: apa