Erfolgreiches, hammerhartes Sportevent

Ötzi Alpin Marathon: Organisatoren sind zufrieden

Sonntag, 26. April 2015 | 14:14 Uhr

Schnals – Die zwölfte Auflage des Ötzi Alpin Marathon ist Geschichte. Philip Götsch (30) aus Dorf Tirol trug sich gestern zum zweiten Mal in die Siegerliste ein, Anna Pircher (40) aus Morter gewann bei den Frauen. Die Macher des Events, Ewald Brunner und Peter Rainer, sind zufrieden, und denken bereits an den nächsten, den 13. Ötzi Alpin Marathon 2016 – im Jubiläumsjahr des Fundes der berühmtesten Mumie der Welt am Schnalstaler Gletscher (19.9.1991).

Das schönste Kompliment an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer kam von Lukas Hofer. Im Biathlon gehört der 25jährige zur Weltspitze. Hofer kam auf Grawand als Dreizehnter ins Ziel; er war beim Aufstieg auf den Gletscher um fast zehn Plätze zurückgefallen. An die Tourenskier müsse er sich erst noch gewöhnen, meinte der Skijäger aus Montal und sagte dann: "Ich bin beeindruckt von allen Männern und Frauen, die diese Strecke bewältigen, das ist wirklich eine grandiose sportliche Leistung, vor der ich nur den Hut ziehen kann." Ein Ritterschlag für alle Ötzi-Runners von einem Weltcup-Sieger und Olympioniken!

Auch die Politik war beim Ötzi Alpin Marathon vertreten. Andreas Heidegger und Helmut Müller, Bürgermeister und Vizebürgermeister von Naturns, feuerten die Startschüsse für Einzel- und Teamwettbewerb ab, Landesrat Richard Theiner verfolgte die Vorbereitungen und den Start in Naturns, Handelskammer-Präsident Michl Ebner wartete, auch in seiner Eigenschaft als Präsident der Schnalstaler Gletscherbahnen AG, im Ziel mit dem Lobeerkranz auf den Sieger.

Eine sensationelle Leistung vollbrachte Oliver Dreier. Der Sportartikelverkäufer aus Weyr in Oberösterreich hat bei einem Unfall seinen rechten Arm verloren. Mit nur einem Arm und einer eigenen Technik bewältigte er den Ötzi Alpin Marathon in 04:24.16,5 Stunden und kam als 28. ins Ziel. Die größten Probleme bereitete ihm die etwas verwegene Abfahrt auf dem Mountain-Bike nach Unser Frau, während er beim Aufstieg auf den Gletscher alle Kraft seiner Beine einsetzt. Im kommenden Jahr will er im Team-Wettbewerb an den Start gehen und dabei, wie immer, Gelder für einen guten Zweck, für Wings for Life (eine Stiftung zur Erforschung von Rückenmark-Erkrankungen) sammeln. "Ich komme nach Schnals, wenn jemand für unser Team 1.000 Euro bezahlt, die wir 1:1 an Wings for Life weitergeben."

Zu den Zahlen: 208 Männer und 17 Frauen hatten für den Einzelwettbewerb gemeldet. 225 gingen an den Start, wovon 184 Männer und 13 Frauen ins Ziel kamen. Für den Team-Wettbewerb hatten sich 59 Männer und 4 Frauen Mannschaften gemeldet. Von der Männerstaffel erreichten 46 Teams das Ziel, bei den Frauen gingen schlussendlich nur zwei Mannschaften an den Start. Beide erreichten das Ziel auf 3.212 Meter.

Von: ©mk

Bezirk: Vinschgau