Seidl/Winter setzten sich 2:0 durch

ÖVV-Herren gehen mit drei Teams ins WM-Sechzehntelfinale

Mittwoch, 02. August 2017 | 21:00 Uhr

Das Herren-Sechzehntelfinale bei den Weltmeisterschaften im Beach-Volleyball auf der Wiener Donauinsel wird am Donnerstag mit dreifacher österreichischer Beteiligung gespielt. Jeweils auf dem Center Court treten Clemens Doppler/Alexander Horst gegen Theodore Brunner/Casey Patterson (USA/17.30 Uhr), Martin Ermacora/Moritz Pristauz gegen Pedro/Guto (BRA/18.45) sowie Robin Seidl/Tobias Winter an.

Seidl/Winter wurden für das Sechzehntelfinale (Donnerstag, 15.30 Uhr) Gonzalez/Diaz Nivaldo zugelost. Die Kubaner hatten sich in Gruppe A u.a. nach einem 2:0-Sieg gegen Thomas Kunert/Christoph Dressler durchgesetzt. Gegen die topgesetzten Brasilianer Alvaro Filho/Saymon sicherten sie sich mit einem 2:1-Erfolg den Pool-Gewinn. Duell mit Seidl/Winter gab es noch keines.

Als eines von vier Paaren kamen Seidl/Winter über ein Play-off von Gruppendritten weiter, in das sie sich am Vormittag mit einem 2:0 gegen ein südafrikanisches Gespann gespielt hatten. Das schafften rund eine Stunde später auch Thomas Kunert/Christoph Dressler gegen ein Duo aus Trinidad und Tobago.

Die beiden rot-weiß-roten Mannschaften trafen in der “Hoffnungsrunde” aufeinander, Seidl/Winter setzten sich 2:0 (23,20) durch. Ende Juni in der Qualifikation des Major-Turniers von Gstaad hatte es in diesem Duell mit 2:1 dieselben Sieger gegeben, knapp war es diesmal aber auch. Kunert/Dressler mussten im ersten Durchgang erst den sechsten Satzball der Gegner passieren lassen, im zweiten Satz gaben sie drei Möglichkeiten zum Ausgleich aus der Hand.

“Wir sind sehr enttäuscht”, meinte Kunert, nachdem ein Block Seidls und ein Netzroller das Spiel beendet hatten. “Sie kennen unsere Schwächen und Stärken. Doch es war absolut ausgeglichen. Wir haben gute Punkte gespielt, in dieser Phase haben sie aber stabil gespielt.” Dressler trauerte an seinem 24. Geburtstag zwar dem Aufstieg nach, genoss aber das WM-Feeling: “Das Auf und Ab bei den Emotionen ist genau das, was das Leben spannend macht.”

Seidl führte den Teamgeist als wichtigsten Faktor an. “Im ersten Satz war es ein Block von mir. Im zweiten eine Defense (Verteidigung, Anm.) von ihm (Winter), ein Block von mir – so haben wir es gemeinsam gemacht, schöner geht es nicht.” Ein Pardon gab es nicht, nur weil es gegen Landsleute ging. “Da geht es nur darum, unter den besten 32 der Welt zu sein.” Winter blickte schon auf die nächste Aufgabe: “Für das Selbstvertrauen war das ein sehr wichtiger Sieg.”

Ermacora/Pristauz hatten sich als viertbester Gruppendritter das Play-off erspart, Doppler/Horst nahmen am WM-Gelände einige Sponsoren-Termine wahr. “Davon bekommen wir auch positive Energie”, sagte Doppler. Coach Robert Nowotny erklärte, dass gegen Brunner/Patterson die Tagesverfassung entscheiden werde. Vor vier Wochen in Gstaad gewannen Doppler/Horst dieses Duell 2:0. Nowonty: “Da haben wir sie unter Druck gesetzt, das muss wieder aufgehen.”

Am Mittwoch wurden bei den Matches 15.400 Zuschauer gezählt, nachdem es am Vortag 16.200 gewesen waren. Sie sahen u.a. das Ausscheiden von Barbara/Fernanda durch ein 0:2 gegen Sarah Pavan/Melissa Humana-Paredes (CAN). Die beiden Brasilianerinnen hatten 2015 in Den Haag mit anderen Partnerinnen WM-Gold und -Silber gesichert gehabt. Mit Agatha schied auch die andere Titelverteidigerin aus, sie spielt nun mit Duda.

Da es von den drei verbleibenden brasilianischen Damen-Teams am Donnerstag im Achtelfinale ein direktes Duell gibt und die topgesetzten Larissa/Talita bei einem Erfolg auf die dabei ermittelten Siegerinnen treffen, steht fest, das maximal eine Equipe vom “Zuckerhut” ins Semifinale der Damen kommen wird.

Von: apa

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