Selenskyj hofft auf WM 2030 in der Ukraine

Offenbar gemeinsame WM-Bewerbung Spanien, Portugal, Ukraine

Dienstag, 04. Oktober 2022 | 17:31 Uhr

Spanien und Portugal wollen nach Medienberichten ihre Kandidatur zur Ausrichtung der Fußball-WM 2030 mit der Ukraine verstärken. Die gemeinsame Bewerbung der drei Länder solle am Mittwoch am UEFA-Sitz in Nyon offiziell bekanntgegeben werden. Nach der Enthüllung der Pläne durch die britische Zeitung “The Times” berichteten auch spanische Medien über das Vorhaben. Die Zeitung “El Mundo” schrieb am Dienstag, die spanische Regierung habe die Pläne auf Anfrage bestätigt.

Die Initiative werde vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dessen Land unter dem russischen Angriffskrieg leidet, und den Regierungen in Madrid und Lissabon unterstützt, berichtete “El Mundo”. In den vergangenen Wochen seien bereits zahlreiche Gespräche geführt worden. Am Mittwoch würden die Präsidenten des spanischen (RFEF) und des portugiesischen Verbandes (FPF), Luis Rubiales und Fernando Gomes, in der Schweiz die Einzelheiten erläutern.

Mit Hinzuziehung der Ukraine rechnen sich Spanien und Portugal vermutlich bessere Chancen auf den Zuschlag bei der Vergabe der WM 2030 aus. Nach Einschätzung spanischer Medien galten die südamerikanischen Bewerber Argentinien, Chile, Paraguay und Uruguay, die die 24. Fußball-WM der Männer gemeinsam ausrichten wollen, bisher als deutlich chancenreichere Kandidaten. Das unter anderem auch deshalb, weil 2030 das 100-jährige Jubiläum der ersten WM in Uruguay gefeiert wird. Zudem fand die bisher letzte WM in der Region 2014 in Brasilien statt. Südamerika wäre wieder an der Reihe, heißt es.

Doch es gibt weitere mögliche Konkurrenten. Die Regierungen von Bulgarien und Griechenland hatten bereits 2018 eine gemeinsame Kandidatur mit Rumänien und Serbien angekündigt. Auch die Regierung Marokkos erwägt eine Kandidatur. Der Präsident des Weltverbandes FIFA, Gianni Infantino, brachte zuletzt eine mögliche Austragung durch Israel und mehrere arabische Länder ins Gespräch. Eine Bewerbungsfrist gibt es noch nicht. Nach der WM 2022 in Katar findet das nächste Turnier 2026 in den USA, in Kanada und Mexiko statt.

Von: APA/dpa

Kommentare
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Trina1
Trina1
Kinig
2 Monate 4 Tage

Selensky geht mir auch bald auf die Nerven!

Doolin
Doolin
Kinig
2 Monate 4 Tage

…sag Putin er soll a Ruah geben, dann braucht dir der ukrainische nicht mehr suf die Nerven zu gehn…

Trina1
Trina1
Kinig
2 Monate 4 Tage

@Doolin jo das könnte ich zu Bashar al-Assad auch sagen oder leiden die Syrier weniger?

PuggaNagga
2 Monate 4 Tage

Ich glaube wenn ein Präsident mitten im Krieg nichts besseres zu tun hat als sich für eine Sportliche Großveranstaltung zu bewerben ist die Not nicht groß.

PuggaNagga
2 Monate 4 Tage

Aha weiß man schon wann der Krieg vorbei ist?
Also dieser Selensky fordert viel und bietet wenig.

Stryker
Stryker
Superredner
2 Monate 4 Tage

Und Europa soll in dor Ukraine nor die Fuassbollstadien bauen bzw. zohln!
A Mitleidsbewerbung isch so eppis.
Mit Not Geschäfte mochen!

Muggi
Muggi
Grünschnabel
2 Monate 4 Tage

Ist der Herr Selenskyj mit dem Krieg so sehr unterfordert, dass er sich auch noch um die Fussball-WM kümmern muss!? Mir scheint er ist vom Grössenwahn befallen…

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
2 Monate 4 Tage

Woher nimmt der ukrainische Präsident seinen Optimismus, dass sich sein Land für 2030 als Mitveranstalter eines sportlichen Großereignisses bewerben kann ? Bis die schon vor dem Krieg eher mäßige und jetzt landesweit total zerstörten Infrastrukturen in der Ukraine wieder aufgebaut sind, bedarf es sicher mehr als 8 Jahre. Ob dabei das Augenmerk zuerst auf die Sportstätten gelegt werden sollte, wage ich zu bezweifeln. Mit ausländischem Geld finanzierte “Infrastrukturmaßnahmen” sind im Übrigen schon in Griechenland (Olympia) und Südafrika (⚽️WM) zum Millionengrab für die Gastgeber geworden. Davon abgesehen weiß NIEMAND, wie lange die russische “Befreiungsaktion” noch andauert…

DontBeALooserBeASchmuser
2 Monate 2 Tage

Der Herr befindet sich komplett im Wahn!

Ein Fünftel der Fläche seines Regierungsgebietes wurde an Russland angeschlossen und er denkt an die Fifa … 🙄

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