Kein Bedarf für die Bahn in Innsbruck-Igls

Olympia-2026-Organisatoren verzichten auf Tiroler Bobbahn

Donnerstag, 19. Januar 2023 | 14:47 Uhr

Die Bobbahn in Igls bei Innsbruck wird nicht als Austragungsstätte der Bob-, Rodel-und Skeletonbewerbe im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo genutzt werden. Dies erklärte am Donnerstag Luigivalerio Sant’Andrea, Regierungskommissar und Geschäftsführer der Gesellschaft “Milano Cortina 2020-2026”, die für den Bau der Infrastrukturen für die Winterspiele zuständig ist. Das Problem seien zu hohe Renovierungskosten.

Die Bobbahn in Igls könne nur mit einer Renovierung genutzt werden, die Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro verursachen würde, berichtete Sant’Andrea laut Medien. Ausgeschlossen wurde auch die Nutzung der Bobbahn in Cesana im norditalienischen Piemont, die für die Olympischen Winterspiele in Turin 2006 gebaut wurde, denn sie sei nicht mehr nutzbar. Andere Einrichtungen seien in zumutbarer Entfernung nicht vorhanden.

So soll jetzt eine Bobbahn in Cortina gebaut werden. Diese soll im Rahmen eines “Sliding Centre” genannten Sportgelände entstehen, auf dem die Disziplinen Bob, Parabob, Rodeln und Skeleton ausgetragen werden sollen, berichtete der Regierungskommissar. Der Zeitplan ist eng gesteckt. Noch vor dem Sommer soll ein Auftrag für die Errichtung der Bobbahn vergeben werden, damit die Arbeiten spätestens im Juli beginnen können. In der Zwischenzeit wird in einigen Wochen mit dem Abriss der alten, 2008 stillgelegten und inzwischen verfallenen “Eugenio Monti”-Piste begonnen.

Der unter anderem auch für Sport zuständige Tiroler Landeshauptmannstellvertreter Georg Dornauer (SPÖ) erklärte indes in einer Reaktion gegenüber der APA, dass man sehen werde, “was die Zeit noch bringen mag.” Er sprach von “vorläufigen Entscheidungen in Italien”. Unabhängig von diesen werde er “in Tirol die Bobbahn in Igls soweit sanieren und instandhalten, dass jedenfalls auch weiterhin internationale Bewerbe ausgetragen werden können”, betonte Dornauer.

1,4 Milliarden Euro hat die italienische Regierung bereits für die Winterspiele locker gemacht, die insgesamt 2,1 Milliarden Euro kosten sollten. 500 Millionen Euro hofft sie, dank Sponsoren einzutreiben. Italien hatte bereits die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin organisiert.

Nach der Ernennung des Kommunikationsmanagers Andrea Varnier zum Geschäftsführer ist nun ein neuer Verwaltungsrat des Organisationskomitees für die Olympischen Winterspiele 2026 im Einsatz. Die Zahl der Mitglieder schrumpfte von 26 auf 14 Mitglieder. Zu ihnen zählen der Chef von Italiens Olympischem Komitee (CONI), Giovanni Malagò, und die Ex-Schwimmerin Federica Pellegrini.

Man wird sehen, was die Zeit noch bringen mag. Unabhängig von den vorläufigen Entscheidungen in Italien, werde ich in Tirol die Bobbahn in Igls soweit sanieren und instandhalten, dass jedenfalls auch weiterhin internationale Bewerbe ausgetragen werden können.”

Von: apa

Bezirk: Bozen

Kommentare

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26 Kommentare auf "Olympia-2026-Organisatoren verzichten auf Tiroler Bobbahn"


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krokodilstraene
krokodilstraene
Tratscher
12 Tage 3 h

zu hohe Renovierungskosten… die in Wahrheit etwa die Hälfte von dem wären, was die neue Bahn in Cortina kosten wird…

Gonz sauber sein de olle net!!!

Doolin
Doolin
Kinig
12 Tage 3 h

…dass die Fascioregierung mit de Spiele net ins Ausland geht, war ja vorherzusehen…lieber Steuerzahler schröpfen…
😄

Pyrrhon
Pyrrhon
Universalgelehrter
12 Tage 2 h

Die Renovierungskosten der Bobbahn in Igls wurden vor 3 Monaten auf 30Millionen geschätzt, jetzt sind es 50Mill, vor 1Jahr wurden für den Neubau in Cortina 80Millionen geschätzt… wie teuer wird diese dann bis zum Schluss ?

Paladin
Paladin
Superredner
12 Tage 1 h

@doolin: Deine Aussage zeigt das du absolut keine Ahnung von Politikern hast. Das hat mit rechts oder links wenig zu tun. Abgesehen davon das das alles von einer linken Regierung eingefädelt wurde…

tester
tester
Grünschnabel
12 Tage 1 h

Soll Italien wirklich den Österreichern die Bobbahn renovieren? Unsere Athleten dürfen in Igels nur an bestimmten Tag, mit sehr hohem finanziellen Aufwand, trainieren. In Zukunft könnte das ja wohl besser werden. Auch wenn ich Rodel- und Bobbahnen für nur eine Handvoll Athleten als überflüssig betrachte.

OrtlerNord
OrtlerNord
Superredner
11 Tage 23 h

@Pyrrhon
Diese Aussage ist falsch!
Innsbruck will die Bahn seit Jahren sanieren.
Die minimal Lösung wurde mit 30 Millionen VERANSCHLAGT!
Die Bahn auf den neuesten Stand bringen war schon letzten Herbst mit mindestens 50 Millionen veranschlagt.

Pyrrhon
Pyrrhon
Universalgelehrter
11 Tage 23 h

@OrtlerNord, ja dann wären ja nur 20 Millionen draufzulegen..

Pyrrhon
Pyrrhon
Universalgelehrter
11 Tage 23 h

@tester, wenn die neue Bobbahn in Cortina die gleiche Zukunft hat wie die jetzige und die in Turin, werden die Athleten auch in Zukunft nach Igls müssen zu trainieren, da wäre eine Beteiligung an der Renovierung in Igls doch sinnvoller wenn gleichzeitig eine zukünftige Trainingsmöglichkeit zugesichert wird

OrtlerNord
OrtlerNord
Superredner
11 Tage 20 h

@Pyrrhon
Warum soll Innsbruck Italien was zusichern?

OrtlerNord
OrtlerNord
Superredner
11 Tage 19 h

@Pyrrhon
Was glaubst du warum die noch nicht angefangen haben?
Ohne Geld 💰 nichts los!

Fuchsschwoaf
Fuchsschwoaf
Grünschnabel
11 Tage 11 h

@tester…sehe ich genau so, solche Disziplinen die so eine horrende Infrastruktur wie z.B. auch eine Sprungschanze benötigen, sind schon lange nicht mehr zeitgemäß und gehören gestrichen. Am besten Spiele nur mehr dahin vergeben wo schon solche Anlagen stehen, solche Orte gibt es ja mittlerweile schon genug. X Millionen für eine Anlage die höchstens 1x im Jahr von einigen wenigen genutzt wird, die Millionen könnte man sicher besser verwenden.

Pyrrhon
Pyrrhon
Universalgelehrter
11 Tage 10 h

@OrtlerNord, Italien gibt 💰 für Sanierung Bahn Igls dafür Igls zusichern Benutzung Bahn, jetz verstanden dann ok, nicht verstanden dann dein problem 😄

PuggaNagga
11 Tage 9 h

Das billige ist Langfristig immer teurer.
Werft ihr auch den Nachbarn Geld vor die Füsse damit ihr im seine Garten ein Holzhäuschen bauen könnt um darin provisorisch zu wohnen. Oder würdet ihr nicht lieber mehr Geld in die Hand neben und auf eurem eigenen Grund und Boden das gleiche Häuschen aufstellen welches ihr dann für immer nutzen könnt und euch gehört?

Pyrrhon
Pyrrhon
Universalgelehrter
11 Tage 3 h

@PuggaNagga, sehr gutes Beispiel, bloß geht es hier nicht um ein Gartenhäuschen sondern eher um eine Luxusvilla, wenn 💰 kein Problem ist und ich diese konstant benutze baue ich mir natürlich selber eine, wenn ich aber nur ab und zu eine brauche z.B. für gelegentliche Feiern, ist es günstiger die vom Nachbarn zu mieten, sonst müsste ja auch jeder für seine Hochzeit ein Restaurant bauen, später kommt ja (vielleicht) die silberne, od. mal ein runder Geburtstag..

Paladin
Paladin
Superredner
12 Tage 3 h

Brot und Spiele und Lobbys und Verbände, Politiker und Unternehmer, Hotels und Magnaten die sich hier bereichern. 
“Ausgeschlossen wurde auch die Nutzung der Bobbahn in Cesana im norditalienischen Piemont, die für die Olympischen Winterspiele in Turin 2006 gebaut wurde, denn sie sei nicht mehr nutzbar.” Warum ist sie nicht mehr nutzbar? Nachhaltigkeit geht ganz anders. So wird nach 2006 wieder eine Bobbahn gebaut, die dann danach niemand mehr nutzt. Ein Wahnsinn der ständig wiederholt wird, auf Kosten der Steuerzahler und der Umwelt. Bravo zu dieser Glanztat.

OrtlerNord
OrtlerNord
Superredner
11 Tage 23 h

Pal….
Die Bahn steht nur noch in Fragmente.
Sie wurde ausgeschlachtet !

OrB
OrB
Kinig
12 Tage 4 h

2,1 Milliarden,unterm Strich wahrscheinlich 3Milliarden.🙈🙈👎
Brauch es diesen umweltzerstörenden Wahnsinn?

Holz Michl
Holz Michl
Tratscher
12 Tage 4 h

Nor solln die Organisertoren obor a die Bohn des braucht selbor zohln und net die rechnung in die Steuerzohler weitergebn

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
12 Tage 39 Min

Bevor man mit 50 + x Millionen italienischem Steuergeld eine österreichische Bobbahn saniert, von der nach Olympia nahezu ausschließlich österreichische Athleten profitieren, sollte man alle möglichen Optionen im eigenen Land prüfen, auch wenn die mehr kosten. Denn es ist nicht nur eine Investition für Olympia, sondern auch in die Zukunft und die Jugend, die diesen Sport betreiben möchte..

PuggaNagga
11 Tage 9 h

@Rudl
Muss dir recht geben.
Anscheinend verstehen viele Superköpfe derart strategische Entscheidung nicht dass du mehr Minus wie Plus Daumen bekommst.
Lieber weils günstiger ist dem Konkurrenten Geld vor die Füsse werfen als selbst was eigenes auf die Beine zu stellen wo dann das eigene Land und einheimische italienische Firmen mit dem Bau der Anlagen profitieren. Das Geld muss im Land bleiben.
Manch so schlauer Kommentator hat eine ausgesprochen kurzsichtige Sichtweise.

anonymous
anonymous
Kinig
12 Tage 3 h

Nur mehr Wahnsinn ,eine bestehende Bahn renovieren rentiert sich immer wenn diese genutzt wird, U die in Turin ist nur mehr ein Schandfleck aber, das passt zu Italien

marher
marher
Universalgelehrter
12 Tage 1 h

Es scheint dass der Sport selber lei Nebnsoche isch. Wos zählt sein unmengen von Millionen fir unnütze Bautn wo sich die Lobbygarde af Kostn der Steierzohler bereichert.

ghostbiker
ghostbiker
Universalgelehrter
12 Tage 1 Min

a Wahnsinn wos do abgeht.2006 gebaut u.nimmer nutzbar.Cortina a neue bauen u.nach 10 Johr a nimmer nutzbar.keine Steuern mehr zohln für so an Schwachsinn

burner
burner
Grünschnabel
11 Tage 10 h

Man könnte ja die Kosten der Renovierung teilen. Dann kostet es ca 25 Millionen und muss sich nachher nicht mehr darum kümmern. Die 50 Millionen in Igls werden wahrscheinlich trotzdem ausgegeben. Aber dann zusätzlich 80 Millionen für Cortina ist rausgeschmissen

rabianer
rabianer
Tratscher
10 Tage 3 h

Laut der Dolomiten ist kein Teil der Renovierung der Bahn in Igls von den Veranstaltern der Ol. Spiele zu zahlen. Also stehen 0 Euro den Kosten des Neubaus in Cortina gegenüber. Wieso dann die Entscheidung für den Neubau?

ottonormal
ottonormal
Grünschnabel
11 Tage 9 h

Sollen gscheider Naturbahn Rodeln Olympisch machen und die Disziplinen in der Bopbahn alle weg lassen. 

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