Definitiv kein Olympia-Start für Felix Neureuther

Olympia-Aus für Neureuther nach Kreuzbandriss-OP

Freitag, 15. Dezember 2017 | 16:55 Uhr

Die Olympischen Winterspiele im Februar in Pyeongchang finden definitiv ohne das deutsche Alpinski-Ass Felix Neureuther statt. Für den 33-Jährigen zerschlugen sich nach einer Operation seines gerissenen Kreuzbandes auch die letzten Hoffnungen auf einen Start beim Saisonhöhepunkt.

Der Medaillenkandidat hatte sich im November bei einem Trainingssturz in den USA das Kreuzband im linken Knie gerissen. Trotzdem hatte er damit geliebäugelt, sich nicht operieren zu lassen und doch noch bei den Winterspielen zu starten. Nach dem Eingriff, der am Freitag bekannt wurde, muss Levi-Slalomsieger Neureuther mehrere Monate pausieren. Ein Karriereende schloss er aus.

Felix Neureuther ließ sich am Freitag in der Universitätsklinik Innsbruck operieren. “In den letzten Wochen habe ich alles versucht, um die Verletzung konservativ in den Griff zu bekommen, musste aber einsehen, dass eine Operation das Vernünftigste ist”, sagte der Deutsche.

“Da ich meine Karriere auf jeden Fall fortsetzen möchte, habe ich mich für diese Operation entschieden. Ich werde jetzt konsequent an meiner Rehabilitation arbeiten, um in der WM-Saison 2018/19 da weiterzumachen, wo ich in diesem Jahr aufgehört habe.”

Beim Deutschen Skiverband (DSV) war man erfreut über die Entscheidung des Routiniers. “Am Schluss geht es um die Gesundheit, und da gab es für uns nie einen Zweifel, dass es vielleicht mehr Sinn macht, das Knie operieren zu lassen, als mit dem Risiko, mit gerissenem Kreuzband an den Start zu gehen und Rennen zu fahren”, sagte Alpinchef Wolfgang Maier.

Auch der Sportdirektor verwies auf die Zeit nach Olympia und die im Winter darauf anstehenden Weltmeisterschaften im schwedischen Are. “So bitter das für uns ist, dass wir den Felix nicht dabei haben, aber dieses Knie muss repariert werden. Und er kann ja nächstes Jahr noch Weltmeister werden. Das ist dann genauso viel Wert, wie wenn er jetzt Olympia fährt”, stellte Maier klar.

Von: APA/dpa