Splitter von den Olympischen Spielen

Von Vater-Sohn-Gespannen und Innerhofers Freundschafts-Battles

Freitag, 11. Februar 2022 | 05:05 Uhr

Sport ist nicht alles, was bei Olympischen Spielen zählt. Es geht um Träume und Ziele, aber auch um Freundschaften und Begeisterung. Vieles spielt sich hinter den Kulissen ab. Das eine oder andere kuriose Detail habt ihr vielleicht noch nicht gewusst.

Die in der Alpinski-Kombination erfolgreichen Hubert (1988) und Johannes Strolz (2022) sind laut den Statistikern von Olympedia das vierte Vater-Sohn-Gespann, das bei Winterspielen Gold in der gleichen Sportart gewann. Das gelang vorher auch schon den Eishockeyspielern Bill (1960) und Dave Christian (1980) aus den USA sowie Witali (1964, 1968, 1972) und Jewgeni Dawydow (1992) aus Russland. Das Curling-Duo William und Lawrence Jackson holte 1924 sogar gemeinsam Gold. Inklusive Sommerspielen gab es Titel für Väter und Söhne in ein und derselben Sportart bereits 28 Mal.

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Johannes Strolz ist für ein Fortbestehen der Alpinen Kombination, das Ganze müsse aber “Hand und Fuß” haben, es brauche eine super Abfahrtsstrecke und einen guten Slalomhang. “Wenn die Speedseite und die Slalomseite jeweils einen Durchgang kriegt, wo jeder seine Stärken ausspielen kann, ist das ein interessanter Bewerb für Zuschauer und Sportler. Rein sportlich gesehen ist die Kombi hochwertig, man muss viel mitbringen”, sagte der Olympiasieger von Yanqing.

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FIS-Präsident Johan Eliasch ist für einen Fortbestand der Alpinen Kombination, allerdings kann er sich so ziemlich jede Kombi vorstellen. “Super-G und Riesentorlauf, eine technische Kombi mit Slalom und GS oder eine Speed-Kombi. Wir haben viele Möglichkeiten, wir müssen nur die richtige Balance finden”, sagte Eliasch. Für Olympia 2026 ist auch ein zusätzlicher Parallel-Einzelbewerb möglich.

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Der gebürtige Ungar und für Israel fahrende Barnabas Szollos, der in Wien und Murau aufgewachsen ist, beendete die Alpine Kombination bei Olympia als Sechster. Er trainiert im Kronplatz Racing Center, ist mit dem Südtiroler Christof Innerhofer befreundet, mit dem er auch manchmal trainiert. “Bei der WM in Cortina war ich schneller als er in der Kombination. Und wir hatten auch hier wieder unser eigenes Battle.” Es steht nun 2:0 für Szollos, Innerhofer landete am Donnerstag nur auf dem zehnten Rang. In Cortina war Szollos 13., Innerhofer 14.

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Langläufer Mika Vermeulen will 2026 auf das Olympia-Podest. Für ihn lag es daher auf der Hand, nach Norwegen zu ziehen, um mit den Besten zu trainieren. In Anbetracht der Seriensiege der Norsker sei er eineinhalb Jahre nach dem Umzug von der norwegischen Öffentlichkeit aber noch nicht registriert worden. “Wenn du in Norwegen anerkannt werden willst, braucht es schon mehr als einen 16. Platz”, ließ er nach dem für ihn guten Aufakt im Skiathlon wissen.

Von: apa

Bezirk: Pustertal