Spielmacher Farfan und Eriksen

Peru “aufgezuckert” ins Auftaktmatch gegen Dänemark

Samstag, 16. Juni 2018 | 00:00 Uhr

Das peruanische Fußball-Nationalteam hat sich vor ihrem seinem WM-Spiel nach fast 36 Jahren extrem motiviert gezeigt. Am Samstag (18.00 Uhr) treffen die “Inkas” in Saransk auf Dänemark. Wer für Peru spielen wird, “wird sein Leben für die peruanische Auswahl geben”, sagte Stürmer Edison Flores. Dänemark will indes zeigen, dass die Skandinavier nicht nur von Christian Eriksen abhängig sind.

“Die Mannschaft ist vorbereitet. Es ist das Debüt gegen Dänemark, und es ist wichtig, dass wir es gewinnen”, meinte Mittelfeldspieler Yoshimar Yotun vor dem Auftaktmatch der Gruppe C in Saransk. Die Peruaner, die sich erst im Play-off gegen Neuseeland für die WM qualifizierten, gaben sich nicht unbedingt bescheiden. “Das Ziel ist der erste Platz, damit wir im Achtelfinale keinen starken Gegner haben”, formulierte etwa Watford-Angreifer Andre Carrillo die Ansprüche.

Einen zusätzlichen Schub gab den Südamerikanern die kurzfristige Aussetzung der Dopingsperre von Kapitän und Hoffnungsträger Paolo Guerrero, der im Sturm mit Jefferson Farfan für die Tore sorgen soll. “Keine Träume sind unmöglich”, sagte Guerrero. “Wenn wir Peruaner als Einheit auftreten, ist alles möglich.”

Der Ex-Bayern-Profi war im Oktober 2017 bei einer Dopingkontrolle nach dem 0:0 im Qualifikationsspiel gegen Argentinien positiv getestet worden und wurde anschließend gesperrt. Bei dem Angreifer war eine im Koka-Tee enthaltene Substanz entdeckt worden. Nun brennt er auf seinen ersten WM-Einsatz, wie Cheftrainer Ricardo Gareca verriet. “Er ist gut vorbereitet und fit”, betonte der Argentinier. Ob es zu einem Startelf-Einsatz kommt, wollte Gareca kurzfristig entscheiden.

Dänemark hofft logischerweise auf einen gut aufgelegten Eriksen, setzt jedoch auf sein starkes Kollektiv. “Das ist keine One-Man-Show”, stellte Trainer Age Hareide in Bezug auf den offensiven Mittelfeldspieler von Tottenham klar. Der 26-Jährige bestreitet seine zweite WM, nachdem er bereits vor acht Jahren in Südafrika als Teenager mit von der Partie gewesen war. 2014 war Dänemark in der Qualifikation gescheitert.

Eriksen wurde vor dem Turnier Vater eines Sohnes. Dementsprechend war bei der Abreise eine große Portion Wehmut dabei. “Natürlich freue ich mich sehr auf die WM, aber selbstverständlich lasse ich meine Frau Sabrina und mein Kind jetzt nicht gerne alleine”, meinte Eriksen vor dem Abflug nach Anapa am Schwarzen Meer.

Weitere Gegner in der Gruppenphase sind Frankreich und Australien. “Frankreich ist der große Favorit, die anderen drei Teams kämpfen um Platz zwei”, sagte Leipzig-Offensivspieler Yussuf Poulsen. Allerdings sei er fest davon überzeugt, dass seine Mannschaft das Achtelfinale erreicht. “Ich habe das Gefühl, wir sind auf dem Weg nach vorne.” Optimistisch stimmten Eriksen die Leistungen in der Vorbereitung. Zuletzt wurde Mexiko mit 2:0 besiegt, gegen Schweden und Chile reichte es jeweils allerdings nur zu einem 0:0-Remis.

Von: APA/dpa/ag.

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