Peya und Mektic profitierten von Verletzung

Peya holte mit Mektic seinen dritten Masters-1000-Titel

Sonntag, 13. Mai 2018 | 17:45 Uhr

Alexander Peya hat am Sonntag mit seinem kroatischen Partner Nikola Mektic das ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid gewonnen. Der 37-jährige Wiener und sein 29-jähriger Partner profitierten beim Stand von 5:3 von der Aufgabe der 40-jährigen US-Legenden Bob und Mike Bryan, Bob hatte sich an der Hüfte verletzt.

Mektic/Peya teilen sich damit einen Siegerscheck in Höhe von 368.670 Euro und schreiben natürlich 1.000 Punkte für die Weltrangliste bzw. das Race to London an. Das Duo hat damit seinen zweiten Titel 2018 nach Marrakesch gewonnen. Zudem stand es seit Beginn der Zusammenarbeit zu Jahresbeginn auch schon in den Endspielen von Rio de Janeiro, Sofia und München.

“Das ist ein schwerer Moment für euch, so wollten wir nicht, dass es endet”, sagte Peya in Richtung der Bryan-Brüder. “Es tut uns leid für euch und wir hoffen, dass wir uns bald wieder auf dem Platz sehen.” Zusätzlich bedankte sich Peya bei seinem Partner Mektic. “Ich hoffe, dass unsere Reise noch länger nicht vorbei ist.” Anlässlich des weltweiten Muttertages widmete Peya den Pokal seiner Frau Natascha. “Der Mutter meiner Kinder, die den Laden zusammenhält.”

Für Peya war es der insgesamt 17. ATP-Doppel-Titel und der dritte auf dem höchsten ATP-Level nach zwei Triumphen an der Seite von Bruno Soares (2013 und 2014 in Kanada). 2013 war er mit Soares mit Madrid schon einmal im Endspiel gestanden, das Duo hatte damals gegen die Bryans verloren. So schloss sich am Sonntag der Kreis.

Peya verbessert sich damit im Doppel-Ranking um 13 Plätze an die 22. Stelle, im Race liegen die beiden sogar hinter den führenden Bryans und der steirisch-kroatischen Paarung Oliver Marach/Mate Pavic an ausgezeichneter dritter Stelle.

Nur knapp, so schilderte Peya, sei es sich für ihn und Partner Mektic ausgegangen, dass man überhaupt in Madrid antreten konnte. “Wir waren froh, dass wir überhaupt ins Turnier reingekommen sind”, bezog sich der bald 38-Jährige auf den Cut des Turniers.

So richtig sei nach der Aufgabe der Bryan-Brüder aber nicht die Freude aufgekommen. “Es war eine komische Stimmung und es kommt kein Lächeln ins Gesicht”, erklärte Peya. Dabei habe man in den ersten acht Games “richtig gut” gespielt.

Für Roland Garros in zwei Wochen ändere dies aber “nicht großartig” etwas. “Ich traue mir immer zu, dass ich die besten Teams schlage, das haben Nik und ich bewiesen. Es ist eine schöne Bestätigung und gibt uns Selbstvertrauen, aber ich sehe uns nicht als Mitfavorit.”

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz