Pilhatsch stellte einen neuen Rekord auf

Pilhatsch Kurzbahn-EM-Achte über 50 m Rücken

Samstag, 16. Dezember 2017 | 19:35 Uhr

Mit Caroline Pilhatsch und Bernhard Reitshammer haben am Samstag zwei weitere OSV-Athleten bei der Kurzbahn-EM der Schwimmer in Kopenhagen das Finale erreicht und in ihren Semifinalläufen zwei österreichische Rekorde aus dem Jahr 2009 klar unterboten. Pilhatsch verbesserte im Semifinale über 50 m Rücken die Bestmarke von Fabienne Nadarajah um 0,38 Sekunden auf 26,72.

Im anschließenden Finale wurde die Steirerin in 26,91 EM-Achte. Gold sicherte sich die ungarische Topfavoritin Katinka Hosszu in 25,95 vor der Polin Alicja Tchorz (26,09) und der Niederländerin Maaike De Waard (26,40). “Hier ins Finale zu schwimmen ist einfach unglaublich, das Größte, was ich bisher in meiner Karriere erlebt habe”, lautete die erste Reaktion von Pilhatsch.

“Schon das Semifinale war cool. Aber das Finale toppt alles. Platz acht bei einer EM ist echt ein Hammer. So was träumt man eigentlich nur, jetzt ist es Realität. Die Rennen hier werde ich sicher nie vergessen”, betonte die 18-Jährige, die sich von ihrer Rekordzeit total überrascht zeigte. “Das ist der Wahnsinn schlechthin. Nachdem ich nur glücklich ins Semifinale eingezogen bin, habe ich mir schon eine Steigerung erhofft. Aber das ist sensationell. Ich bin eigentlich völlig weg. Es dauert sicher noch eine paar Tage, bis ich das alles realisiert habe.”

Reitshammer verbesserte im Semifinale über 100 m Lagen mit 52,56 die ebenfalls acht Jahre OSV-Bestmarke von Markus Rogan, die er im Vorlauf eingestellt hatte, um 0,21 Sekunden. Damit zog der 23-jährige Tiroler als Fünfter in den Endlauf ein, der am Sonntag um 17.34 Uhr gestartet wird.

“Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich noch einmal so steigern kann, weil ich eigentlich mehr Fehler gemacht habe als am Vormittag. Es ist auf jeden Fall ein Hammer-Gefühl, als Fünfter in einem EM-Finale zu stehen. Dass ich noch dazu jetzt alleiniger Rekordhalter bin, ist sowieso unglaublich”, sagte Reitshammer, für den die EM jetzt schon “super perfekt” und “besser als erhofft” verlaufen ist. “Und im Finale werde ich noch einmal voll angreifen. Egal was rauskommt, es ist mega-cool.”

Für das internationale Tages-Highlight der Titelkämpfe in Dänemark sorgte die niederländische Mixed-Staffel über 4 x 50 Meter Kraul mit dem Weltrekord von 1:28,39 Minuten. Das Quartett mit Schlussschwimmerin Femke Heemskerk war damit 18 Hundertstelsekunden schneller als die USA vor drei Jahren. Der britische Olympiasieger Adam Peaty gewann die 100 m Brust mit Europarekord von 55,94 Sekunden.

Von: apa