Dem Wiener steht ein arbeitsreiches Weihnachten bevor

Pöltl in Weihnachtsstimmung – “Können nach oben blicken”

Dienstag, 19. Dezember 2017 | 11:35 Uhr

Sechs Spiele stehen für Österreichs NBA-Legionär Jakob Pöltl bis Jahreswechsel noch auf dem Programm. Die Weihnachtszeit ist auch in der stärksten Basketball-Liga der Welt eine arbeitsintensive. Mit seiner zweiten Saison bei den Toronto Raptors ist Pöltl bisher zufrieden. Auch sein Team steht mit einer Bilanz von 20:8 Siegen als Dritter der Eastern Conference gut da.

Von den viertplatzierten Detroit Pistons haben sich die Raptors schon etwas abgesetzt. “Wir können nach oben blicken”, meinte Pöltl vor der anstrengenden Phase rund um die Feiertage. Am 23. Dezember geht es zu Hause gegen die Philadelphia 76ers, am 26. und 27. folgen Auswärtsspiele bei den Dallas Mavericks und Oklahoma City Thunder. Die Abreise erfolgt bereits am Christtag.

Den Heiligen Abend verbringt Pöltl mit Freunden und Teamkollegen in Toronto, seine Familie kommt ihn nicht besuchen. “Das würde aufgrund des Spielplans wenig Sinn machen”, erklärte der Wiener. “Ich werde den freien Weihnachtsabend aber trotzdem genießen.” Einen Adventkalender hat der 22-Jährige bereits, um sich in Weihnachtsstimmung zu bringen. “Und vielleicht lege ich mir noch einen kleinen Christbaum zu.”

“Baum” ist er von seinen Kollegen in Wien einst selbst genannt worden. Mittlerweile hat sich Pöltl auch in der NBA einen Namen gemacht. Auf durchschnittlich 7,1 Punkte, 4,4 Rebounds und einen geblockten Wurf kommt er pro Spiel. “Über die Saison gesehen können wir und kann ich bisher sicher zufrieden sein.” Von der zweiten Fünf, der er angehört, erwartet er sich aber noch etwas mehr. “Die Bank war in letzter Zeit nicht immer in Bestform.”

Vor etwas mehr als einer Woche hat Pöltl gegen die Sacramento Kings seinen ersten NBA-Dreipunkter genommen – und getroffen. “Dass der erste Versuch auch gleich reingeht, ist natürlich cool”, sagte der 2,13-Meter-Mann. In den beiden Spielen am Donnerstag (auswärts) und Samstag (daheim) gegen Philadelphia wird gegen Jungstar Joel Embiid aber auch sein Spiel unter dem Korb gefragt sein. Pöltl: “Ich freue mich darauf, es wird eine gute Challenge.”

Vor allem in der eigenen Halle sind die Raptors bisher eine Macht. Von zwölf Partien im Air Canada Center haben sie elf gewonnen. “Wie schaffen es heuer, konzentrierter zu spielen – letztes Jahr haben wir das nicht immer hinbekommen”, meinte Pöltl. Die Heimbilanz könne sich sehen lassen. “Auch wenn man ehrlicherweise sagen muss, dass wir daheim bisher eher leichtere Gegner hatten.”

Am Neujahrstag kommt mit den Milwaukee Bucks um Superstar Giannis Antetokounmpo, den zweitbesten Scorer der Liga, ein weiterer Prüfstein an den Ontariosee. Die Silvesterfeierlichkeiten werden laut Pöltl daher “kurz und gemütlich” ausfallen.

Von: apa