ÖSV-Doppelsieg durch Johannes Strolz und Manuel Feller in Adelboden

Premierensieg für Strolz vor Feller im Adelboden-Slalom

Sonntag, 09. Januar 2022 | 14:52 Uhr

Johannes Strolz hat mit 29 Jahren seinen Premierensieg im Ski-Weltcup gefeiert. Der Vorarlberger setzte sich am Sonntag im Slalom in Adelboden durch und Manuel Feller, der auch am Vortag im Riesentorlauf Zweiter war, sorgte mit 0,17 Sekunden Rückstand für einen ÖSV-Doppelsieg. Strolz verbesserte sich im Finale vom sechsten Platz, während Fabio Gstrein, der gemeinsam mit Feller zur Halbzeit geführt hatte, ausschied.

Die Südtiroler Athleten haben eine durchwachsene Bilanz. während der Grödner Skirennläufer Alex Vinatzer den siebten Platz erreicht hat, schieden Manfred Mölgg und Riccardo Tonetti schon im ersten Durchgang aus. Simon Maurberger fiel zu weit zurück.

Adelboden erwies sich damit einmal mehr als gutes Pflaster für die ÖSV-Slalom-Artisten. Nach den Erfolgen von Marcel Hirscher (zuletzt 2018 und 2019) und dem Premierensieg von Marco Schwarz im Vorjahr sorgten Strolz und Feller nun dafür, dass im 20. Slalom auf dem Chuenisbärgli zum 19. Mal Österreicher auf dem Podest standen. Der erste Lauf hatte mit Doppelführung und vier ÖSV-Läufern unter den besten acht Hoffnungen geweckt.

Strolz gehört aktuell keinem ÖSV-Kader an und präpariert seine Ski selbst. Sein bisher bestes Weltcup-Resultat war ein zehnter Platz gewesen. Das Training absolvierte er aber zuletzt mit dem ÖSV-Team. “Endlich hat es sich ausgezahlt, was ich in den letzten Jahren investiert habe”, meinte der mit der hohen Startnummer 38 angetretene Arlberger. “Ich hatte so viele Rückschläge, habe aber immer an mich geglaubt. Jetzt habe ich es endlich einmal zeigen können.” Strolz hatte Tränen in den Augen und dankte vor allem seiner Familie für die Unterstützung.

Feller blieb im Finale minimal zurück. “Es war unruhig, man hat fast nichts mehr gesehen, aber ich bin überglücklich”, meinte der Tiroler im ORF. Es sei mental unglaublich schwierig gewesen, nach den jüngsten zwei Asfällen im Slalom, gab Feller zu und hob die Vorstellung von Strolz hervor: “Das ist eine unglaubliche Leistung, er ist ein mehr als verdienter Sieger.”

Schwarz, dem nach einer Knöchelbessur noch Rennen fehlen, ärgerte sich nach dem zweiten Lauf, wurde aber noch Elfter. “Ich bin nicht das gefahren, was ich draufhabe, es geht nicht so leicht von der Hand”, meinte der Slalom-Weltcupsieger im ORF-Fernsehen. Er sei nun im Hinblick auf die kommenden Klassiker gefordert. Die bisherigen Saisonsieger Clement Noel (FRA) und Sebastian Foss-Solevaag (NOR) sowie der Co-Weltcupführende Kristoffer Jakobsen (SWE) waren im ersten Durchgang ausgeschieden.

Von: apa

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