Raonic war siegreich

Raonic besiegte Wawrinka in vier Tiebreaks

Donnerstag, 17. Januar 2019 | 15:59 Uhr

Der ehemalige Australian-Open-Sieger Stan Wawrinka ist am Donnerstag in der zweiten Runde dieses Tennis-Majors ausgeschieden. Im Hit des Tages unterlag der Schweizer dem Kanadier Milos Raonic (Nr. 16) nach Satzführung und letztlich vier Tiebreaks. Außer Dominic Thiem gab es zumindest vorerst keine anderen sehr prominenten Verlierer, bei den Damen kamen u.a. Simona Halep und Serena Williams weiter.

Die topgesetzte Halep benötigte allerdings drei Sätze, um die US-Amerikanerin Sofia Kenin zu besiegen. Nach ihrem 6:3,6:7(5),6:4-Sieg wird es die nicht top-vorbereitet nach Melbourne gekommene Rumänin mit einer weitaus prominenteren US-Dame zu tun bekommen, nämlich Venus Williams. Die 38-Jährige setzte sich gegen die Französin Alize Cornet mit 6:3,4:6,6:0 durch.

Schwester Serena Williams machte mit der Kanadierin Eugenie Bouchard mit einem in 70 Minuten fixierten 6:2,6:2 recht kurzen Prozess. Die 37-Jährige wirkte sehr konzentriert und motiviert, mit ihrem 24. Grand-Slam-Erfolg zu Margaret Court an die Spitze der Major-Siegerliste vorzustoßen. Nächste Gegnerin ist die Ukrainerin Dajana Jastremska, die Siegerin trifft danach auf die Gewinnerin aus Halep/V. Williams.

Aus den Top Ten der Damen kamen auch die japanische US-Open-Siegerin Naomi Osaka (4), die Ukrainerin Elina Switolina (6) und Karolina Pliskova (7) weiter, die Tschechin benötigte drei Sätze. Aus den Top Ten der Herren besiegte Kei Nishikori (8) den schon fast 40-jährigen Ivo Karlovic trotz 59 Assen des Kroaten in fünf Sätzen, wobei der letzte Durchgang im neuen Super-Tiebreak mit 10:5 endete.

Raonic gegen Wawrinka bot hochklassiges, gutes Tennis. Wawrinka ließ im Tiebreak von Durchgang drei, drei Satzbälle ungenutzt, ein Vorhandfehler des Eidgenossen brachte dem Nordamerikaner nach gesamt gut vier Stunden den Sieg. Nachdem Wawrinka die ersten vier Duelle mit Raonic gewonnen hatte, verlor er gegen ihn nach Melbourne 2016 und den US Open 2018 auf Major-Ebene zum dritten Mal in Folge.

Recht deutlich nach Mitternacht (Ortszeit) sind die letzten beiden Zweitrundenpartien der Herren zu Ende gewesen. Dabei hatte Alexander Zverev (4) selbstverursachte Überstunden zu machen, denn der Deutsche hätte seinen Sieg gegen Jeremy Chardy schneller als in fünf Sätzen einfahren können. Der topgesetzte Serbe Novak Djokovic gewann mit Jo-Wilfried Tsonga ebenso gegen einen Franzosen.

Das aber in drei Sätzen, und zwar 6:3,7:5,6:4. Die Neuauflage des Melbourne-Finales von 2008 war schon in der zweiten Runde möglich gewesen, da Tsonga ungesetzt und sogar nur per Wildcard dabei ist. Djokovic wurde auf dem von ihm eingeschlagenen Weg zu seinem siebenten Major-Sieg “Down Under” seiner Favoritenrolle auch gerecht. Der kanadische Jungstar Denis Shapovalov (25) ist der nächste “Djoker”-Gegner.

Nach Zverevs verwertetem Matchball stand 7:6(5),6:4,5:7,6:7(6),6:1 auf dem Scoreboard. Der 21-Jährige hat auf Major-Ebene Nachholbedarf, das in Paris 2018 gegen Dominic Thiem verlorene Viertelfinale war sein bestes Abschneiden auf dieser Ebene. Gegen Chardy vergab der Weltranglisten-Vierte in Satz vier einen Matchball und musste so in die Verlängerung. In der dritten Runde bekommt er es mit dem Australier Alex Bolt zu tun.

Durch Bolts Fünfsatzsieg gegen den Franzosen Gilles Simon (29) erreichten inklusive Thiem-Bezwinger Alexei Popyrin aus Australien drei Herren und zwei Damen die dritte Runde des Heim-Grand-Slams. So gut waren die Lokalmatadore in Melbourne seit 2003 nicht.

Der damals stark auftrumpfende Lleyton Lewitt gab am Donnerstag an, als Davis-Cup-Kapitän Bernard Tomic aus dem Team ausgeschlossen zu haben, da er von ihm seit nunmehr eineinhalb Jahren physische Drohungen erhalten habe. Am Montag nach seiner Dreisatz-Auftaktniederlage gegen den Kroaten Marin Cilic (6) beschuldigte Tomic Hewitt in der Pressekonferenz, andere australische Spieler zu bevorzugen.

Von: APA/ag.

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