Lopetegui verzweifelte am Spielfeldrand

Real Madrids in der Krise – Messi bei Barca-Sieg verletzt

Sonntag, 21. Oktober 2018 | 06:30 Uhr

Die Krise von Real Madrid hat sich mit der nächsten Niederlage weiter verschärft. Der Champions-League-Sieger verlor am Samstag in der spanischen Fußball-Meisterschaft gegen Levante zuhause mit 1:2, der Druck auf Trainer Julen Lopetegui wird immer größer. Beim FC Barcelona wurde ein 4:2-Sieg im Schlagerspiel gegen Sevilla von einer Verletzung von Superstar Lionel Messi überschattet.

Laut Barcelona hat sich Messi einen Bruch des Speichenknochens (Radius) im rechten Arm zugezogen. Der mehrfache Weltfußballer war nach einem Zweikampf mit Franco Vazquez und einem wohl folgenschweren Aufprall am Boden mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen liegen geblieben (17.). Man müsse damit rund drei Wochen auf den Spieler verzichten, hieß es laut Club-Angaben. Messi fehlt damit auf jeden Fall auch beim kommenden “Clasico” nächsten Sonntag gegen Real Madrid.

Platz. Zuvor hatte der Argentinier das 1:0 durch Coutinho vorbereitet (2.) und das 2:0 selbst erzielt (12.). Sportlich offenbarte Barca aber in der Defensive wiederholt eklatante Schwächen. Es lag am exzellenten Goalie Marc-Andre ter Stegen, dass die Elf von Trainer Ernesto Valverde letztlich nur zwei Gegentore kassierte. In der zweiten Hälfte trafen der viel gescholtene Luis Suarez nach Elfmeterfoul an ihm selbst zum 3:0 (63.), ehe Pablo Sarabia mit einem abgefälschten Fernschuss auf 3:1 verkürzte (79.). In den Schlussminuten trafen noch Ivan Rakitic (89.) bzw. Luis Muriel (90.).

Keine Verletzungssorgen, dafür sportlich in der Krise steckt Madrid. Für die Gastgeber kam Treffer des Brasilianers Marcelo in der 72. Minute zu spät, immerhin beendete er jedoch eine historische Torflaute nach 481 Minuten. Nie zuvor in der 116-jährigen Historie war Real so lange ohne eigenen Treffer geblieben. Zuvor hatten Jose Luis Morales (6.) und Roger Marti Salvador (13./Handelfmeter) den Erfolg der Gäste perfekt gemacht.

Trotz der andauernden Krise denkt Real Madrids Trainer Julen Lopetegui aber nicht an einen Rücktritt. “Das ist das Letzte, an das ich denke”, erklärte er nach der 1:2-Heimniederlage gegen Levante am Samstag. “Ich bin motivierter als je zuvor und glaube mehr als je zuvor an dieses Team”, sagte Spaniens Ex-Teamcoach. “Es ist klar, dass die Niederlage unverdient war.”

Madrid steht nach der neunten Runde in der Primera Division mit nur 14 Punkten nicht mehr auf einem CL-Rang, es war bereits die dritte Niederlage in La Liga in dieser Saison. Seit fünf Spielen gab es wettbewerbsübergreifend keinen Sieg mehr für das Starensemble.

Barcelona liegt nun vier Punkte vor dem großen Rivalen Real, das gegen Levante eine blamable 1:2-Heimniederlage bezog. Für den ehemaligen spanischen Nationaltrainer Julen Lopetegui, der im Sommer die Nachfolge von Zinedine Zidane angetreten hatte, wird die Luft immer dünner. Bereits vor der dritten Saison-Niederlage soll ein Teil der Klubführung laut spanischen Medienberichten auf seine Entlassung gedrängt haben.

Von: apa

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