Eishockey-Aus mit 35 Jahren

Rittner Buam: Karriereende für Alexander Eisath

Donnerstag, 14. April 2022 | 09:37 Uhr

Klobenstein – Ein Rittner hängt mit Ende der Saison 2021/22 seine Schlittschuhe an den Nagel: Alexander Eisath beendet im Alter von 35 Jahren seine Karriere bei den Rittner Buam. 14 Saisonen streifte sich „Eisi“ das blau-rote Trikot der Buam über, mit denen er insgesamt elf Titel gewann. Fast 20 Jahre nach seinem Debüt in der ersten Mannschaft lässt er die wichtigsten Stationen seiner Karriere Revue passieren.

Alexander Eisath über den Grund seines Karriereendes: „Weil i olt bin (lacht). Ich habe in dieser Saison gemerkt, dass ich körperlich nicht mehr mit den Jungen mithalten kann. Auch der Trainer hat mir das so zu verstehen gegeben. Diese Saison hat mir schon zugesetzt, weshalb sich die Entscheidung im Laufe des Jahres aufgebaut hat und jetzt der richtige Moment gekommen ist. Ich war schon vor zwei Jahren nach meinem Knöchelbruch kurz davor alles hinzuschmeißen, habe aber weitergemacht. Das war eine gute Entscheidung, denn so bin ich wieder fit geworden – ich wüsste nicht, wie es meinem Fuß jetzt ohne das konstante Training gehen würde.“

…über seine Zeit als Eishockeyspieler in Nordamerika: „Nach der Oberschule wollte ich unbedingt ins Ausland. Unser damaliger Trainer, Doug McKay, hat mir dann den Schritt zu den Northern Mass Cyclones, einem Team in Massachusetts, ermöglicht. Nach zwei Jahren kam ich ans Salem State College, wo ich nicht nur Hockey gespielt, sondern in den vier Jahren auch meinen Bachelor in Business-Management gemacht habe. Rückblickend war der Schritt in die USA hockeytechnisch nicht die beste Wahl, weil die Buam damals einen enormen Aufschwung hatten und ich hier auch viel dazugelernt hätte. Menschlich gesehen war es aber die beste Entscheidung meines Lebens, ich habe in den USA unendlich viele bereichernde Erfahrungen gemacht.“

…über seine Karriere bei den Rittner Buam: „Ich bin unendlich dankbar, dass ich hier auf dem Ritten Eishockey spielen durfte. Ich habe Titel gewonnen, tolle Menschen kennengelernt, Geschichten erlebt, die mir ewig in Erinnerung bleiben werden und bei einem Verein gespielt, der professionell aufgebaut ist und großes Potential für die Zukunft hat. Ich bin immer gern zum Training gegangen – sogar im Sommer wenn Kondition gebolzt wurde. Mit meinen Mitspielern die gemeinsamen Ziele zu erreichen, hatte immer Priorität. Und wenn wir es dann geschafft haben, war die Genugtuung eines der besten Gefühle, das man haben kann.“

…über die Ziele und Pläne für seine Zukunft: „Das mag jetzt blöd klingen, aber ich freue mich am meisten darauf, keine Verpflichtungen gegenüber dem Eishockey mehr zu haben. Seit ich fünf Jahre alt bin, war es für mich normal, mehrmals die Woche nach der Schule oder der Arbeit zum Hockey zu gehen. Ein bisschen Angst habe ich schon davor, wie es jetzt ohne diese Aufgabe sein wird. Ich werde dem Verein erhalten bleiben – nicht sofort, jetzt will ich erst einmal ein wenig abschalten. Später kann ich mir aber eine Rolle bei den Rittner Buam gut vorstellen. Nicht als Trainer, aber als Funktionär oder im Vorstand.“

Von: bba

Bezirk: Salten/Schlern

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