Gleirscher freute sich auch am Tag nach dem Triumph noch sehr

Rodler Gleirscher erhielt Goldmedaille für Einsitzer-Triumph

Montag, 12. Februar 2018 | 14:43 Uhr

Rodel-Olympiasieger David Gleirscher hat am Montagabend (Ortszeit) in Pyeongchang seine Goldmedaille erhalten. Die Siegerehrung für den Einsitzerbewerb der Herren wurde von Karl Stoss, Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC), und dem deutschen Rodel-Weltverbandspräsident Josef Fendt vorgenommen.

Gleirscher betrat das Podium nach dem deutschen “Bronzenen” Johannes Ludwig und dem US-“Silbernen” Chris Mazdzer mit einem kleinen Luftsprung und ging noch einmal in Jubelpose, bevor er von Stoss die Medaille überreicht bekam. Nach Ertönen der Österreichischen Bundeshymne gab es die obligatorischen Fotos der drei Medaillengewinner.

Die feierliche Zeremonie half dem 23-jährigen Tiroler ein wenig, seinen Triumph etwas mehr zu realisieren. “Das macht es ein Stückchen wirklicher”, sagte Gleirscher. “Es ist trotzdem noch ein Wahnsinn und unglaublich.” Während der Siegerehrung habe er an nichts Besonderes gedacht, sondern einfach den Moment genossen. In den Stunden seit seinem Triumph sei er einige Zeit mit den Glückwünschen beschäftigt gewesen: “Ich habe das meiste schon gelesen, zum Antworten hat es aber noch nicht gereicht.”

Bei der Familie daheim habe sich der Stubaitaler schon telefonisch gemeldet, auf seine Heimkehr müssen seine Liebsten aber noch warten. Vorerst geht es für Gleirscher noch am Donnerstag in der Teamstaffel um seine zweite Olympia-Medaille. “Mir gibt Gold auf jeden Fall einen extremen Auftrieb. Ich hoffe, dass ich damit das ganze Team anspornen kann.”

Felix Loch zeigte unterdessen nach seiner verpatzten Goldfahrt eine große Geste. Montagabend (Ortszeit) kam der deutsche Super-Rodler nach der Medaillen-Zeremonie ins Austria House, um David Gleirscher zum Sieg zu gratulieren. “Wir haben 2014 im Österreich-Haus so super gefeiert. Es war selbstverständlich, dass ich wieder hierherkomme. Egal, wie es ausgeht”, sagte Loch.

Als er 2010 sein erstes Olympiagold geholt habe, sei das ein “hammergeiles” Gefühl gewesen, erzählte Loch. “Ich kann nachvollziehen, was bei ihm jetzt vorgeht. Mich freut es für David. Er wird es genießen und ordentlich feiern.”

Zur Situation mit der letztlich entscheidenden Kurve 9 sagte Loch: “Ich habe schon vor dem Rennen gesagt, wer die viermal sauber durchfährt, wird mit einer Medaille heimgehen. Drei haben das hinbekommen, ich hab’s einmal leider verkackt. Das ist der Sport. Aber ich habe ja noch ein paar Jahre vor mir. 2022 in Peking werde ich wieder voll am Start stehen.”

Die gerissene Goldserie hinterlasse keinen Stachel in ihm, betonte Loch. “Gar nicht. Was Schorsch (Hackl, Anm.) geleistet hat, war enorm. Aber ich gehe meinen eigenen Weg und ich versuche, meine Fußstapfen zu hinterlassen.”

Gleirscher hatte sich am Montagabend erneut im Ö-Haus eingefunden, um seine Medaille zu präsentieren. Die Frage, wie sich diese anfühle, beantwortete er lachend: “Ziemlich schwer!”

Von: apa

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