Hoffenheims Kaderabek lässt Leipzigs Goalie Guacsi chancenlos

Rückschlag für Leipzig im CL-Kampf – BVB zerlegt Leverkusen

Samstag, 21. April 2018 | 21:13 Uhr

RB Leipzig hat am Samstag in der deutschen Fußball-Bundesliga einen weiteren Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze erlitten. Die Leipziger schlitterten zu Hause gegen den direkten Konkurrenten Hoffenheim in ein 2:5-Debakel. Bayern München gelang die Generalprobe für das Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid mit einem 3:0-Sieg in Hannover. Dortmund schlug Leverkusen 4:0.

Leipzig verlor Rang fünf an die Hoffenheimer. Auf die CL-Plätze fehlen dem Team von Ralph Hasenhüttl drei Runden vor Schluss zumindest vier Punkte, auf Hoffenheim deren zwei. Einen weiteren Zähler zurück blieb Eintracht Frankfurt auf Rang sieben. Der Pokalfinalist unterlag Hertha BSC Berlin zu Hause 0:3. Der Hamburger SV gab im Abstiegskampf mit einem 1:0-Sieg gegen Freiburg ein Lebenszeichen ab.

Leipzig hatte schon das erste Saisonduell mit Hoffenheim 0:4 verloren. Die Heimpleite war die zweite in Folge nach dem 1:4 vor zwei Wochen gegen Bayer Leverkusen. Leipzig ist mittlerweile vier Pflichtspiele sieglos, Hoffenheim acht Ligapartien ungeschlagen. Die Tore für Hoffenheim erzielten Mark Uth (14., 60.), Serge Gnabry (35.), Pavel Kaderabek (45.) und Lukas Rupp (64.). Den Ex-Salzburgern Naby Keita (59.) und Dayot Upamecano (87.) gelang nur Ergebniskosmetik.

Keita war zur Pause für Stefan Ilsanker ins Spiel gekommen, dessen Landsleute Marcel Sabitzer und Konrad Laimer fehlten verletzt. Kurz nach Seitenwechsel sah Leipzigs Emil Forsberg zudem die Rote Karte. Der Schwede hatte sich mit einem Schlag in die Halsgegend von Florian Grillitsch losgerissen, nachdem ihn der ÖFB-Teamspieler gehalten hatte. Grillitsch hielt sich daraufhin etwas theatralisch das Gesicht.

Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl versuchte nach dem Spiel seine Mannschaft wachzurütteln. “Wenn wir die Fehler hinten nicht abstellen, dann haben wir da oben auch nichts verloren”, erklärte der Steirer. “Dann haben wir vielleicht ganz nette individuelle Qualität, aber insgesamt als Mannschaft nicht die Qualität, um dort oben zu bestehen.”

An diese Gegebenheit habe er sein Team unmittelbar nach Schlusspfiff erinnert, erklärte Hasenhüttl. “Das Problem war, dass wir am Anfang kein Tor gemacht haben. Sonst wäre es vielleicht anders gelaufen”, meinte der 50-Jährige. “Wenn du so viele Tore kassierst, kannst du keine Spiele gewinnen”, ergänzte Leipzigs Sportdirektor Ralph Rangnick. “Das Spiel heute war ernüchternd. Wenn wir so spielen, werden wir auch die letzten drei Spiele nicht mehr gewinnen.”

Bayern-Trainer Jupp Heynckes hatte seine Startformation in Hannover im Hinblick auf das Halbfinal-Hinspiel gegen Real am Mittwoch an sieben Positionen umgestellt. Auch David Alaba wurde geschont. Der ÖFB-Star schien nicht einmal im Kader auf. Den vierten Ligasieg in Folge für die bereits als Meister feststehenden Münchnern fixierten die eingewechselten Offensivstars Thomas Müller (57.) und Robert Lewandowski (73.) sowie Sebastian Rudy (89.).

Der künftige Bayern-Trainer Niko Kovac war mit Frankfurt gegen Hertha auf dem verlorenen Posten, Offensivmann Valentino Lazaro spielte bei den Siegern durch. Der HSV ist weiter Vorletzter, schob sich mit dem zweiten Heimsieg in Folge aber bis auf fünf Punkte an die auf dem Relegationsplatz liegenden Freiburger heran. Das Goldtor im direkten Duell erzielte Lewis Holtby (54.).

Borussia Dortmund hat einen wichtigen Schritt Richtung Champions-League-Teilnahme gemacht. Die Dortmunder fertigten den direkten Konkurrenten Bayer Leverkusen zu Hause mit 4:0 (1:0) ab und sind weiter Tabellendritter. Auf die viertplatzierten Leverkusener hat der BVB drei Runden vor Schluss drei Punkte gut, auf den Fünften Hoffenheim deren fünf.

Für das Team von Trainer Peter Stöger waren Jadon Sancho (13.), Marco Reus im Doppelpack (55., 79.) und Maximilian Philipp (63.) erfolgreich. Reus scheiterte mit einem schwach geschossenen Elfmeter zudem an Leverkusens Ersatztorhüter Ramazan Özcan. Der frühere ÖFB-Teamkeeper vertrat erstmals in dieser Saison Stammschlussmann Bernd Leno, der an Knieproblemen laboriert. Julian Baumgartlinger saß bei den Gästen auf der Ersatzbank.

Neben dem überragenden Offensivmann Reus überzeugte im Topspiel auch der erst im März 18 Jahre alt gewordene Engländer Sancho, den Stöger auf der linken Außenbahn aufbot. Dortmund feierte den vierten Heimsieg in Folge. Auswärts hatte es für den BVB zuletzt aber empfindliche Niederlagen gegen Meister Bayern München (0:6) und den zweitplatzierten Lokalrivalen Schalke (0:2) gesetzt.

Den Klassenerhalt bereits fixiert hat der VfB Stuttgart. Die Stuttgarter behielten zu Hause gegen Werder Bremen mit 2:0 die Oberhand und liegen sicher auf Rang zehn. Die Bremer sind Zwölfter, haben bei sieben Punkten Vorsprung auf Freiburg aber ebenfalls nur noch theoretische Abstiegssorgen. Bayern-Leihgabe Marco Friedl war bei Werder über die volle Distanz im Einsatz. Florian Kainz spielte bis zur 62., Zlatko Junuzovic ab der 71. Minute.

Von: apa

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