Russland ist die Tormaschine des Turniers

Russland praktisch im Achtelfinale – 3:1 über Ägypten

Dienstag, 19. Juni 2018 | 22:03 Uhr

Russland steht so gut wie fix im Achtelfinale der Fußball-WM. Die Auswahl des Gastgeberlandes feierte am Dienstag in St. Petersburg einen 3:1-Sieg über Ägypten, hält damit nach zwei Partien in Gruppe A bei sechs Punkten und ist nur noch theoretisch von den beiden Aufstiegsplätzen zu verdrängen.

Ahmed Fathi (47./Eigentor), Denis Tscheryschew (59.) und Artjom Dsjuba (62.) scorten für Russland, Mohamed Salah sorgte in der 73. Minute mit einem Elfmeter für Resultatskosmetik. Sollte Saudi-Arabien am Mittwoch gegen Uruguay nicht gewinnen, wäre der Aufstieg der Russen unter Dach und Fach und Ägypten definitiv ausgeschieden.

Der Sieg der Hausherren war nicht unverdient, denn schon in der Anfangsphase präsentierte sich die “Sbornaja” als initiativere Mannschaft. Nach einem Fehlschuss von Alexander Golowin ebbte die Druckphase aber bald wieder ab. Es entwickelte sich ein Match, in dem zunächst relativ harmlose Weitschüsse von Tscheryschew (19.) und auf der Gegenseite Trezeguet (17.) die einzigen Höhepunkte waren.

In der 42. Minute trat dann auch erstmals Ägyptens Star Mohamed Salah in Erscheinung. Beim Comeback 24 Tage nach seiner im Champions-League-Finale erlittenen Schulterverletzung schlenzte der Liverpool-Profi den Ball vom Sechzehner neben das Tor.

Kurz nach dem Seitenwechsel nahm das Unglück für die Ägypter seinen Lauf. In der 47. Minute bugsierte Fathi einen völlig ungefährlichen Schuss von Roman Sobnin ins eigene Tor, zwölf Minuten später traf Tscheryschew nach optimaler Vorarbeit von Mario Fernandes zum 2:0 und führt nun mit insgesamt drei Treffern die WM-Schützenliste gemeinsam mit Cristiano Ronaldo an.

Als sich die ägyptische Abwehr in der 62. Minute neuerlich äußerst ungeschickt anstellte und Dsjuba nach einem weiten Ball in den Strafraum einschießen durfte, war das Spiel endgültig gelaufen. Für Ägypten und Salah blieb immerhin noch ein Trostpreis: Nach einem Foul am Premier-League-Torschützenkönig gab es nicht wie zunächst entschieden Freistoß, sondern nach Intervention des Video-Assistenten Elfmeter. Salah ließ sich die Chance nicht nehmen und sorgte für den Ehrentreffer der Nordafrikaner, die der Partie danach aber keine Wende mehr geben konnten.

Von: apa