Der Japaner flog allen davon

Ryoyu Kobayashi fing Kraft in Raw-Air-Serie noch ab

Sonntag, 17. März 2019 | 19:56 Uhr

Nach 16 Sprüngen haben 2,9 Punkte entschieden. Ryoyu Kobayashi hatte bei der norwegischen Raw-Air-Serie nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Stefan Kraft das bessere Ende für sich. Der Japaner verwandelte im zehnten und letzten Flug in Vikersund einen Rückstand von 6,7 Punkten in ein knappes Guthaben, 239 m gegenüber 229,5 von Kraft verhalfen dem Weltcup- und Tourneesieger zum 60.000-Euro-Scheck.

Kraft hatte nach dem finalen Flug auf seiner Weltrekordschanze (253,5 m) schon geahnt, dass es nicht reichen würde. “Es waren brave Flüge, aber keine Raketen”, sagte der Salzburger im ORF-Fernsehen nach Weiten von 236,5 und 229,5 m. Es sei bitter, es wäre möglich gewesen, meinte er. “Aber wenn Ryoyu es so runterbringt, dann hat er es auch verdient.”

Für den Sieger der Premiere 2017 blieb neben einem Preisgeld von 30.000 Euro brutto für den zweiten Gesamtrang aber auch sportlich eine positive Bilanz. “Es waren so viele schöne Flüge. Ich war immer auf dem Stockerl, das schlechteste Ergebnis war ein vierter Platz in einer Quali”, sagte Kraft und dankte dem Team im Hintergrund.

Kobayashi landete bei 237 und 239 m, doch das reichte diesmal knapp nicht zum Sieg. Der 19-jährige Slowene Domen Prevc feierte mit 241 und 232,5 m mit einem Zehntelpunkt Vorsprung seinen fünften Weltcupsieg, den ersten im Skifliegen und den ersten seit Dezember 2016. Kobayashi übernahm aber vor dem Saisonfinale mit zwei Einzelbewerben in Planica die Führung im Skiflug-Weltcup. Der Norweger Robert Johansson wurde Tages-Sechster und Gesamt-Dritter der zehntägigen Serie.

Die nur zwei weiteren Österreicher im zweiten Durchgang am Sonntag schafften keine Top-Ten-Plätze. Daniel Huber (214,5/213) wurde 14. und Michael Hayböck (202/215,5) klassierte sich an der 21. Stelle.

Von: apa

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