Saalbach war zuletzt 1991 Austragungsort

Saalbach hofft auf Zuschlag für Alpinski-WM 2023

Freitag, 11. Mai 2018 | 11:27 Uhr

Zehn Jahre nach den Ski-Weltmeisterschaften in Schladming hofft der Österreichische Skiverband auf weitere alpine Welttitelkämpfe in der Heimat. Der ÖSV rittert mit Saalbach um die WM 2023. Mitbewerber ist Courchevel-Meribel, in Frankreich wurden zuletzt 2009 in Val d’Isere WM-Medaillen vergeben. Zugesprochen wird das Großereignis am 17. Mai auf dem 51. FIS-Kongress in Costa Navarino (GRE).

Am 9. Juli 2015 entschied sich die ÖSV-Präsidentenkonferenz für Saalbach als WM-Bewerber für 2023, der Salzburger Skiort erhielt den Vorzug vor St. Anton am Arlberg. Saalbach-Hinterglemm war bereits 1991 WM-Ausrichter. Im Mai 2017 stand fest, dass es Saalbach im Vergabeprozess mit Courchevel-Meribel zu tun bekommen wird. Die WM 2019 findet in Aare (Schweden) statt, jene 2021 folgt in Cortina d’Ampezzo (Italien).

“Wir werden sehen, wie sich der FIS-Council entscheidet. Wir können uns jedenfalls nicht vorwerfen lassen, etwas übersehen zu haben. Wir sind perfekt vorbereitet, wissen aber, dass wir mit Courchevel-Meribel einen starken Mitbewerber haben. Eine knappe Entscheidung wird es aber auf alle Fälle, denke ich”, sagte Bartl Gensbichler, der Präsident des Salzburger Landesskiverbandes und örtlichen Skiclubs.

Die Saalbacher konstruierten für die finale Präsentation einen Messestand, den sie beladen mit regionalen Spezialitäten auf die Reise nach Griechenland schickten. “Vier Glemmtaler Spitzenköche begleiten dabei die 30-köpfige Delegation und versorgen die Kongress-Teilnehmer am Präsentationsstand mit österreichischen Spitzengerichten”, teilte der WM-Kandidat mit. Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Österreichs Botschafterin Andrea Ikic-Böhm und 1991-Abfahrtsweltmeisterin Petra Kronberger werden u.a. neben der ÖSV-Spitze vor Ort sein.

Der Saalbacher Bürgermeister Alois Hasenauer sagte, dass man beim FIS-Kongress die Region perfekt in Szene setzen wolle. “Sei es mit der Bewerbungspräsentation oder mit der österreichischen Gastfreundschaft und Kulinarik am Saalbach-Stand. Das gesamte Team hat sein Bestes und noch viel mehr gegeben.” Sollten die Franzosen den Zuschlag für 2023 erhalten, steht eine Bewerbung der Saalbacher für 2025 in Raum.

Saalbach will mit kurzen Wegen punkten. Unterkünfte, Liftstationen, Sportstätten und andere infrastrukturelle Einrichtungen sollen innerhalb von 800 Metern vom Ziel entfernt erreichbar sein. Gegenüber den ebenfalls Weltcup-erprobten Orten Courchevel und Meribel hat man das Plus, dass alle Rennen in einem Zielraum enden. Andererseits liegt die bisher letzte WM in Frankreich länger zurück als jene in Österreich. Zudem gewähren die Franzosen freien Eintritt zu allen Bewerben, geboten werden soll ein großes Ski-Fest.

Am 51. Kongress des Internationalen Skiverbands von Sonntag bis Samstag (13. bis 19. Mai) nehmen rund 80 nationale Verbände mit insgesamt 1.000 Delegierten teil. Von Sonntag bis Mittwoch stehen die Meetings der Technischen Komitees und Arbeitsgruppen auf dem Programm. Die Generalversammlung ist für Freitag angesetzt, ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel stellt sich der Wiederwahl für das Council.

Bereits am Donnerstag wählt das FIS-Council die Ausrichter der nächsten Großveranstaltungen, die Bekanntgabe wird um ungefähr 20.00 Uhr MESZ erfolgen. Insgesamt sechs Kandidaten stellen sich der Vergabe, neben Saalbach und Courchevel-Meribel (Alpin/2023) sind das für die Nordische WM 2023 Planica und Trondheim, für die Ski-Freestyle und -Snowboard-WM 2023 Bakuriani (Georgien) und für die Skiflug-WM 2022 Vikersund.

Von: apa