Riss des Kreuzbandes und des Seitenbandes im linken Knie - Operation, wenn Schwellung abgeklungen ist - Mitter: "Alles versuchen, damit sie wieder zurückkommt"

Saison-Aus für Schmidhofer nach Knieverletzung

Samstag, 19. Dezember 2020 | 10:27 Uhr

Das ÖSV-Damenteam steht unter Schock, muss es doch gleich mit Saisonbeginn eine seiner stärksten Speedfahrerinnen für den Winter vorgeben: Nicole Schmidhofer zog sich am Freitag bei ihrem Sturz in der Weltcup-Abfahrt in Val d’Isere einen Riss des Kreuzbandes und des Seitenbandes im linken Knie zu, wie eine MRT-Untersuchung in der Klinik Hochrum bei Innsbruck bestätigte. Die 31-Jährige wird in ein paar Tagen operiert und fällt damit für die Saison aus.

Schmidhofer war am Freitagabend mit der Tyrolean Air Ambulance von Val d’Isere zu näheren Untersuchungen bei Christian Fink nach Innsbruck überstellt. Dort bestätigte sich die Erstdiagnose. Aufgrund der Schwellung kann die Steirerin nicht sofort operiert werden, diese müsse erst zurückgehen, teilte eine ÖSV-Sprecherin der APA – Austria Presse Agentur auf Anfrage mit.

“Das ist natürlich bitter. Wir werden alles versuchen, dass sie wieder zurückkommt. Aber es ist nicht einmal 24 Stunden her, jetzt warten wir und dann machen wir einen guten Plan”, sagte ÖSV-Damen-Rennsportleiter Christian Mitter Samstagvormittag im ORF-TV-Interview.

Für Schmidhofer ist es die nächste schwerwiegende Verletzung nach Jänner 2016, als sie sich im Abfahrtstraining von Cortina d’Ampezzo einen Riss des vorderen Kreuzbandes und einen Einriss des Innen- sowie Außenmeniskus im rechten Knie zugezogen hatte. Im Februar 2017 krönte sie ihre Karriere mit Super-G-Gold bei den Weltmeisterschaften in St. Moritz, im März 2019 gewann sie Abfahrtkristall. Bei vier Weltcuprennen trug sie sich bisher in die Siegerliste ein – dreimal in der Abfahrt, einmal im Super-G.

Schmidhofer flog am Freitag in ihrem ersten Saisonrennen im unteren Streckenabschnitt nach einem Sprung ins Netz, durchschnitt dieses mit ihren scharfkantigen Skiern und blieb zwischen zwei Netzen liegen. Sie war die ganze Zeit bei Bewusstsein und funkte auch noch zu ihren Teamkolleginnen an den Start. Damit verpasst Schmidhofer die gesamte Weltcup-Saison und auch die WM im Februar in Cortina d’Ampezzo.

Von: apa