Adeyemi bescherte den Bullen nach der Pause den Ausgleich

Salzburg stößt Tür zu CL-Hattrick mit 2:1 gegen Bröndby auf

Dienstag, 17. August 2021 | 23:06 Uhr

Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat sich im Kampf um den dritten Champions-League-Einzug in Folge eine passable Ausgangsposition geschaffen. Die Salzburger rangen Bröndby IF am Dienstag im Play-off-Hinspiel zu Hause mit 2:1 (0:1) nieder. Nach einem frühen Rückstand durch Mikael Uhre (4.) drehten Tore von Karim Adeyemi (57.) und des eingewechselten Brenden Aaronson (90.) die Partie. Das Rückspiel geht nächsten Mittwoch (25. August) in Kopenhagen über die Bühne.

Salzburg-Trainer Matthias Jaissle, von 2017 bis 2019 als Assistent bei Bröndby tätig, setzte im bisher größten Spiel seiner Karriere als Chefcoach im Mittelfeld von Beginn an überraschend auf Nicolas Capaldo statt Aaronson. Luka Sucic rückte auf die Zehnerposition hinter den Spitzen Adeyemi und Benjamin Sesko vor. Im defensiven Mittelfeld überzeugte Mohamed Camara, Routinier Zlatko Junuzovic war nach seinen Wadenproblemen nicht rechtzeitig fit geworden.

Bröndby fehlten wegen positiver Corona-Tests fünf Stammspieler. Für Salzburg, den Favoriten, der diese Rolle vor dem Spiel nur ungern angenommen hatte, setzte es in der vierten Minute dennoch die kalte Dusche: Kevin Mensah setzte sich an der Grundlinie gegen seinen dänischen Landsmann Rasmus Kristensen durch. Uhre, in der Vorsaison dänischer Schützenkönig, behauptete den Ball im Zentrum gegen Maximilian Wöber und traf aus der Drehung. Es war Bröndbys einziger Torschuss vor der Pause.

Die Führung spielte den Dänen in die Karten. Sie verteidigten in ihrem 5-3-2 sehr kompakt, Salzburg tat sich trotz klarer Feldüberlegenheit im Angriffsdrittel schwer Lösungen zu finden. Capaldo tauchte nach Ballmitnahme mit der Brust in guter Position vor dem Tor auf, schoss aber drüber (12.). Ein Sesko-Schuss fiel zu zentral aus (29.), ein weiterer von Sucic bereitete Bröndby-Keeper Mads Hermansen leichte Probleme (40.). Ein Kristensen-Tor zählte wegen knapper Abseitsposition nicht (45.+1).

Jaissle reagierte schon zur Pause, brachte Aaronson für Capaldo. Der US-Amerikaner, erstmals in dieser Saison nicht von Beginn an aufgeboten, wurde bereits nach zwei Minuten mit einem ersten Schuss vorstellig und belebte das Spiel der Bullen sichtlich. Hermansen musste sich gegen Sesko strecken (54.) und war auch gegen Kristensen auf dem Posten (55.).

Salzburg erhöhte den Druck – und wurde durch Adeyemi belohnt. Nachdem Aaronson an Hermansen gescheitert war, versenkte der 19-jährige Deutsche den Nachschuss im Kreuzeck. Es war sein sechstes Tor im sechsten Pflichtspiel der Saison. Der Treffer hielt auch der Überprüfung durch den Video-Assistenten stand. Aaronson war um Zentimeter nicht im Abseits gestanden.

Es folgten Salzburger Chancen im Minutentakt. Sesko brachte den Ball nach starker Hereingabe von Nicolas Seiwald nicht im Tor unter (59.), Sucic prüfte Hermansen aus der Distanz (60.). Adeyemi verfehlte das kurze Kreuzeck knapp (64.), Kapitän Ulmer das lange nach sehenswerter Ballannahme etwas deutlicher (72.). Auf der Gegenseite nagelte Anis Selimane einen Schuss aus fast 30 Metern an die Latte (75.).

Der eingewechselte Junior Adamu kam einem weiteren Salzburg-Treffer nahe, bugsierte einen Dropkick aber über das Tor (83.). Im Finish schlug Aaronson als Mann des Spiels selbst noch zu. Der 20-Jährige war von Innenverteidiger Oumar Solet bedient worden, der sich mit einem Dribbling in die Offensive eingeschaltet hatte.

Die Salzburger gewannen damit auch ihr sechstes Pflichtspiel der Saison, müssen nächste Woche in Kopenhagen aber noch eine weitere Prüfung überstehen, um wie in den beiden vergangenen Jahren in die Königsklasse einzuziehen. Bröndby hat nun neun seiner vergangenen zehn Europacup-Auswärtsspiele verloren. In der dänischen Liga hat der Titelverteidiger mit nur drei Punkten aus den ersten fünf Spielen ebenfalls einen Fehlstart hingelegt.

Von: apa

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