Der österreichische Meister will auch den EBEL-Titel

EBEL-Finale: Salzburger wollen Revanche gegen Bozen

Donnerstag, 05. April 2018 | 11:40 Uhr

Den ersten Titel hat Salzburg am Mittwoch geholt, aber damit wollen sich die Roten Eishockey-Bullen nicht zufriedengeben. Mit dem Halbfinalsieg über die Black Wings Linz haben sich die Salzburger ihren achten österreichischen Meistertitel gesichert, im Finale der Erste Bank Eishockey Liga gegen HCB Südtirol will sich die Mannschaft von Greg Poss nun auch zum EBEL-Champion krönen.

Die “best of seven”-Serie startet Sonntag (14.00 Uhr) und Montag (19.20) in Salzburg, ehe es am Donnerstag und Freitag nach Bozen geht. ServusTV und Sky übertragen alle Spiele live.

Die Salzburger wollen ein Szenario wie 2014 vermeiden. Auch damals hieß das Finale Salzburg gegen Bozen, das die Südtiroler im fünften Spiel der “best of five”-Serie in Salzburg durch ein Tor in der 12. Minute der Verlängerung zu ihren Gunsten entschieden. Als Verlierer mit hängenden Köpfen wurden anschließend die Salzburger für ihren österreichischen Titel geehrt, die geplante Meisterfeier in der Innenstadt wurde abgesagt.

Auch vor vier Jahren war Salzburg übrigens über Dornbirn (4:2) und Linz (3:0) ins Finale eingezogen. Am Mittwoch eliminierten Thomas Raffl und Co. die Black Wings dank eines 4:2-Auswärtssiegs in Spiel sechs. “Unsere Kadertiefe und die ausgeglichenen Linien haben sich bezahlt gemacht. Das erste Gegentor war etwas komisch, aber wir haben sofort weitergemacht, haben richtig gut gespielt und hatten auch den größeren Siegeswillen”, erklärte Poss.

“Und nun freuen wir uns schon auf das Finale gegen Bozen”, sagte der US-Amerikaner gleich nach der Schlusssirene. Dank des Erfolgs in Linz haben sich die Salzburger ein Entscheidungsspiel am Freitag erspart und ein bisschen Zeit, sich auf das Duell mit den Südtirolern vorzubereiten. “Die Bozener haben eine gute Mannschaft. Ich bin froh, dass wir ein paar Tage haben, die Videos zu analysieren und dann schauen wir”, sagte Poss gegenüber Sky. Er wird suchen, was Rekordmeister KAC im Viertelfinale und Titelverteidiger Vienna Capitals im Halbfinale nicht gefunden haben, nämlich ein Mittel gegen die starke Bozener Defensive um den aktuell herausragenden Torhüter Pekka Tuokkola.

Salzburg geht auf den dritten EBEL-Titel in vier Jahren los, Bozen peilt den vierten Erfolg in einer grenzübergreifenden Liga mit Österreich an. 1993/94 hat Bozen die Alpenliga gewonnen, im Jahr darauf (1994/95) unter Führung von Superstar Jaromir Jagr den Nachfolgebewerb Euroliga und 2013/14 die EBEL.

Da Linz den Sprung ins Finale verpasst hat, hat sich Bozen auch das dritte EBEL-Ticket für die Champions Hockey League nach den Caps und Salzburg gesichert.

Von: apa