DeRozan war der Topscorer der Heimmannschaft

San Antonio bei 110:106 gegen L.A. Lakers ohne Pöltl

Sonntag, 28. Oktober 2018 | 06:39 Uhr

Mit einem 110:106 gegen die von LeBron James angeführten Los Angeles Lakers haben die San Antonio Spurs beim zweiten Aufeinandertreffen binnen fünf Tagen am Samstag (Ortszeit) den dritten Sieg im fünften Saisonspiel in der National Basketball Association (NBA) gefeiert. Jakob Pöltl erlebte das neuerliche Duell mit dem 16-fachen Champion wieder nur von der Ersatzbank aus.

Spurs-Coach Gregg Popovich setzte wie am Montag beim Offensivspektakel auswärts im Staples Center (143:142 n.V. für die Texaner), das ihn eigenen Angaben zufolge “reif für die Notaufnahme” gemacht und “nahe an einen Herzinfarkt gebracht” hatte, auf Dante Cunningham als Power Forward und LaMarcus Aldridge als Center in der Startformation.

Gegen sogenannte kleine Aufstellungen werde es immer wieder passieren, dass Pöltl wenig oder gar nicht zum Einsatz kommt, erläuterte der fünffache NBA-Meistertrainer noch vor der Partie. Genauso werde es Begegnungen mit viel Spielzeit für den einzigen Österreicher in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga geben, kündigte Popovich fast im selben Atemzug an.

Nach dem “Rückspiel” gegen die Lakers dürfte der 69-Jährige auch wieder ruhiger schlafen. Denn 142 Punkte wie am Montag hatten die Spurs in der seit 1996 währenden “Pop”-Ära nie zuvor erhalten.

Defensiv machten die Spurs auch am Samstag zunächst keine gute Figur. 29:36 lautete der Zwischenstand nach dem ersten Viertel. Der Motor im Spiel der Gastgeber war eindeutig DeMar DeRozan. Der Shooting Guard, im Sommer gemeinsam mit Pöltl aus Toronto zu den Texanern transferiert, riss seine Mitspieler und auch das Publikum mit. 54:60 aus Sicht der Heimischen stand es zur Halbzeit.

Im dritten Viertel übernahm Bryn Forbes aufseiten der Spurs immer mehr Verantwortung. Mit neun Punkten in den ersten vier Minuten brachte der Point Guard sein Team auf 67:69 heran. Nach dem Ausgleich durch DeRozan hatten jedoch wieder die Lakers das Kommando inne. Die Führung im Spiel sollte den Texanern noch nicht gelingen.

Ein Dunking von Pau Gasol mit Ablauf des dritten Viertels bedeutete das 87:88. Mit offenem Visier ging es in den Schlussabschnitt. DeRozan blieb es vorbehalten, sein Team mit dem 93:91 zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit erstmals überhaupt voranzubringen.

Mit dem Publikum im Rücken witterten die Heimischen nun ihre Chance. DeRozan besorgte bei noch fünf Minuten auf der Uhr das 102:96 und 16 Sekunden vor Schluss das 108:105. Weil danach ein wilder Dreipunkteversuch von James sein Ziel verfehlte, feierten die Spurs auch im zweiten Duell mit den Lakers in dieser Woche einen knappen Erfolg. Gasol sorgte mit Freiwürfen für den Endstand.

DeRozan (30) war der Topscorer der Heimmannschaft. Der an diesem Abend überragende Guard holte außerdem zwölf Rebounds und verteilte acht Assists. Forbes und Rudy Gay steuerten je 16 Zähler bei. James, für den es bei der Mannschaftsvorstellung der Lakers auch im AT&T Center viel Applaus gegeben hatte, bilanzierte mit 35 Punkten und elf Rebounds.

Mit dem Erfolg vom Samstag halten die Spurs bei mittlerweile sechs Siegen in Serie gegen vom “King” angeführte Teams (zuvor Cleveland Cavaliers, Anm.). Am Montag empfängt San Antonio im dritten Heimspiel in Serie die Dallas Mavericks.

Das Duell mit den Los Angeles Lakers sei “ein geiles Spiel auch zum Zuschauen” gewesen, sagte Österreichs NBA-Pionier Jakob Pöltl. Dass DeMar DeRozan eine “Top-Partie” abgeliefert habe, “bin ich mehr oder weniger gewohnt”, fügte der 23-Jährige hinzu. Defensiv hätten die San Antonio Spurs “vor allem im ersten Viertel viel zu viel zugelassen”, analysierte der Center. Aber das Team habe sich immer weiter verbessert. Und im Schlussabschnitt hätten die Mannschaftskollegen “die wichtigen Plays gemacht”.

Von: apa

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