Shaqiri erzielte den Siegestreffer

Schweiz jubelte über späten 2:1-Erfolg gegen Serbien

Freitag, 22. Juni 2018 | 22:13 Uhr

Die Schweiz steht bei der Fußball-Weltmeisterschaft zumindest mit einem halben Bein im Achtelfinale. Die Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic besiegte am Freitag in Kaliningrad Serbien mit 2:1 (0:1) und kann im letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica mit einem Punkt das Ticket für die Runde der letzten 16 lösen. Serbien hat seinerseits am kommenden Mittwoch gegen Brasilien ein “Finale”.

Die Schweiz geriet wie schon bei ihrem ersten Gruppe-E-Auftritt gegen Brasilien, der immerhin ein 1:1-Remis eingebracht hatte, früh in Rückstand. Nach dem Kopfball-Treffer von Aleksandar Mitrovic in der 5. Minute hatte die “Nati” zwar ein Ballbesitz-Übergewicht, tat sich aber bei ihren Angriffen schwer. Der Ausgleich durch Granit Xhaka (52.) fiel bezeichnenderweise durch einen Gewaltschuss. Aus einem Konter besorgte Xherdan Shaqiri (90.) den Siegtreffer.

In der Gruppe E ist die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag relativ klar: Brasilien und die Schweiz (beide 4 Punkte) können am Mittwochabend mit einem Remis den Aufstieg fixieren, Serbien (3) benötigt einen Sieg. In Moskau treffen Brasilien und Serbien direkt aufeinander. Keine Chance mehr auf das Achtelfinale hat das noch punktlose Costa Rica, der letzte Gegner der Schweizer in Nischni Nowgorod.

Beide Teams begannen forsch, die Serben erwischten allerdings den besseren Start. Den ersten, etwas zu hoch angetragenen Warnschuss gab auf der anderen Seite noch Xhaka (4.) ab. Doch praktisch im Gegenzug wehrte Yann Sommer erst einen Kopfball von Mitrovic ab, ehe es der Fulham-Stürmer knapp 30 Sekunden später besser machte und den Ball über Sommer hinweg ins Netz wuchtete.

Beide Mannschaften wagten sich in der ersten Hälfte weitere Male gefährlich vor das gegnerische Tor. Blerim Dezmali (10.) verzog zunächst nach Rodriguez-Hereingabe im Strafraum, scheiterte dann aus kurzer Distanz an Torhüter Vladimir Stojkovic (30.). Für Serbien machten sich Sergej Milinkovic-Savic (16.) und Dusan Tadic (37., 45.+1) mit Weitschüssen bemerkbar, Mitrovic (19.) probierte es gar mit einem Fallrückzieher. Dazu segelte ein Eckball von Tadic (43.) gefährlich nahe am Tor vorbei.

Die Eidgenossen mussten das Spiel machen, was ihnen sichtlich nicht leicht fiel. Meist verzettelten sie sich noch vor dem Strafraum. Nach Xhakas 20-Meter-Hammer agierte man aber mit Rückenwind, ein Schuss von Shaqiri (58.) küsste das Lattenkreuz. Er und Xhaka sind zwei der Schweizer Kaderspieler mit albanischen Wurzeln, was an diesem Abend besonders brisant war: Der Kosovo mit seiner albanischen Bevölkerungsmehrheit wurde nach dem Jugoslawien-Krieg aus Serbien herausgelöst, die völkerrechtliche Legitimation ist umstritten.

In der letzten halben Stunde drängten beide Teams abwechselnd auf den Siegtreffer. Mitrovic (69.) verpasste einen Stanglpass, dazu kam ein Gerangel im Schweizer Strafraum – der Elfmeterpfiff blieb allerdings aus. Für die Schweizer produzierte Steven Zuber eine gefährliche Situation, bei der Branislav Ivanovic (83.) fast ein Eigentor erzielte. Mario Gavranovic (84.) brachte den Ball im Strafraum nicht unter Kontrolle, stand jedoch ohnehin im Abseits. Den Schlusspunkt setzte Shaqiri, der bei einem Konter die Nerven behielt und den Ball eiskalt an Stojkovic vorbei schob.

Von: apa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Schweiz jubelte über späten 2:1-Erfolg gegen Serbien"


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Superredner
26 Tage 17 h

Den Sieg gönne ich ihnen, obwohl es auch anders ausgehen hätte können, aber Hirn haben die zwei Torschützen angeblich nicht viel, ansonsten hätten sie gegen Serbien den Albanischen Adler nicht gezeigt. Einfach nur um zu provozieren. Hat bei einem Spiel für die Schweiz generell nichts zur Sache.

Surfer
Surfer
Superredner
26 Tage 13 h

Shaqiri hat im Interview später ausdrücklich gesagt er hat für sein Heimatland gespielt und meinte nicht die gute Schweiz…..

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
26 Tage 9 h

@ unter

Ja schon. war sehr dähmlich.
Politik ist bei Sport fehl am Platz.

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