Schweizer Teamchef Vladimir Petkovic

Schweiz kassierte erstmals unter Petkovic 3 Pflichtspieltore

Mittwoch, 27. März 2019 | 11:15 Uhr

Die Schweiz hat am Dienstagabend in Basel in der Fußball-EM-Qualifikation nicht nur einen 3:0-Vorsprung aus der Hand gegeben, sondern erstmals in der Ära von Trainer Vladmir Petkovic (seit Sommer 2014) drei Tore in einem Pflichtspiel kassiert. “Ich bin vom Resultat sehr enttäuscht”, betonte Petkovic nach dem 3:3 gegen Dänemark. Dabei hatte seine Mannschaft bis zur 84 Minute mit drei Toren geführt.

Doch dann benötigten die Dänen nur neun Minuten, um noch den wichtigen Punkt im Auswärtsspiel zu holen. Petkovic versuchte dennoch, den positiven Dingen auch Gewicht zu verleihen: “Ich nehme 80 bis 90 Prozent Positives mit aus diesem Spiel, weil wir 80 Minuten lang sehr gut gespielt haben.”

Unmittelbar nach dem 3:0 durch Breel Embolo (76.) hatte Petkovic seinen Kapitän Granit Xhaka vom Platz genommen. Das Publikum war erstaunt, denn der Stratege war der Beste in einem bis dahin starken Schweizer Team. Ohne Xhaka verschwanden Dominanz und Ordnung im Schweizer Spiel. War der Wechsel eine fatale Fehleinschätzung des Trainers? Glaubte er zu früh an die Entscheidung?

Petkovic führte andere Gründe für den Tausch ins Treffen: “Granit war angeschlagen. Er hatte Probleme mit den Adduktoren. Ich musste ihn auswechseln. Er hatte schon zehn Minuten zuvor den Wechsel gefordert.”

Für Xhaka kam in der 79. Minute Djibril Sow auf den Platz, womit dann vier Spieler mit weniger als zehn Länderspielen auf dem Platz standen. “Natürlich haben die Jungen noch nicht so oft auf diesem Level gespielt. Aber es ist eine gute Erfahrung für sie. Ich bin sicher, dass wir von diesem Spiel für die Zukunft viel lernen können”, meinte Petkovic.

Letztlich sei es aber nicht allein die Schuld der jungen oder der eingewechselten Spieler, dass das Spiel am Ende nicht gewonnen worden sei. “Beim dritten Gegentor hatten wir mehrmals die Möglichkeit, den Ball wegzuschlagen. Aber die Dänen haben nachgesetzt und bis zuletzt an ein positives Resultat geglaubt. Deshalb dürfen wir uns nicht nur über uns ärgern, sondern müssen auch dem Gegner zu seiner Leistung gratulieren”, sagte Petkovic, um dann noch anzumerken: “Vier Punkte aus zwei Spielen sind ein guter Start.

Ex-Weltmeister Italien, der im Gegensatz zu den Schweizern die WM im Vorjahr in Russland verpasst hatte, hält sogar beim Maximum von sechs Zählern. Beim klaren 6:0-Pflichtsieg in Parma gegen Außenseiter Liechtenstein schrieb Routinier Fabio Quagliarella mit seinen beiden Elfertoren Geschichte. Er ist nun mit 36 Jahren und 54 Tagen der älteste Torschütze der “Squadra”. Bisher hatte diesen Rekord Christian Panucci mit 35 Jahren und 62 Tagen gehalten. Auch der 19-jährige Youngster Moise Kean, der am Samstag beim 2:0-Sieg über Finnland zum zweitjüngsten Torschützen in Italiens Teamgeschichte avanciert war, traf erneut.

Von: APA/ag.

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