FCS braucht unsere volle Unterstützung – ein Kommentar

Schwieriges Abenteuer Serie B

Donnerstag, 18. August 2022 | 01:16 Uhr

Bozen – Nach mehrmaligem knappem Scheitern ist dem FC Südtirol endlich der Aufstieg in die große Welt des Fußballs gelungen.

Da die Serie B, die besonders heuer eher einer zweiten Serie A gleicht, in mehreren Dutzend Ländern zu sehen ist und über eine internationale Fangemeinde verfügt, die gerne dazu bereit ist, für die Begegnungen tief in die Tasche zu greifen, ist das keinesfalls untertrieben. Davon profitiert auch der FC Südtirol, der in der Saison 2022/23 aus dem TV-Topf mehrere Millionen Euro einstreichen wird.

FCS

Beim FC-Südtirol ist die Vorfreude auf das Serie B-Abenteuer groß. Allerdings lief in der Vorbereitung wenig nach Plan. Die 0:2-Niederlage gegen Sassuolo und das klägliche 1:3-Ausscheiden im Italienpokal gegen Feralpisalò offenbarten die schweren Schwächen der Mannschaft. Zu allem Unglück warf fünf Tage vor dem Beginn der Meisterschaft Trainer Lamberto Zauli aufgrund unterschiedlicher Visionen hin. Offenbar war die Mannschaft nicht imstande, sein sportliches Konzept umzusetzen.

In den vergangenen Jahren hatte der FC Südtirol seine immer größer werdende Fangemeinde mit schönen Spielen und vielen Toren beglückt. In der Serie B wird der FCS alles Glück der Welt und den vollen sportlichen Einsatz aller seiner Spieler benötigen, um nicht in die Serie C zurückzukehren. Im Gegensatz zu klingenden Namen wie Brescia, Palermo oder Parma, die über viel Geld verfügen und zu den Favoriten für den Aufstieg in die Serie A gehören, muss der FCS mit einem sehr kleinen Budget sein Auskommen finden.

FCS

Neben dem Einsatz wird es auch wichtig sein, nach einigen Niederlagen nicht die Nerven zu verlieren. Wie fast bei jeder Meisterschaft werden die Urteile über Gehen oder Bleiben erst im Frühjahr gefällt. Trotz eines holprigen Sommers besitzt „unsere Mannschaft“ alle Chancen, in der hart umkämpften Serie B zu bestehen. Das erste Match gegen Aufstiegsfavorit Brescia ging zwar mit 0:2 verloren, aber das Spiel war mehr als nur ein Lichtblick. Die tapfer kämpfende und sich gut verteidigende Mannschaft verlor nur wegen zweier individueller Fehler.

Wichtiger wird es sein, die Partien gegen die anderen Serie B-Underdogs zu gewinnen. Unsere Aufgabe ist es, „unsere Jungs“ in den kommenden Monaten zu unterstützen und anzufeuern. Heuer können auch die FCS-Tifosi beweisen, dass sie keine Schönwetterfans sind.

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

5 Kommentare auf "Schwieriges Abenteuer Serie B"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Kinig
1 Monat 14 Tage

genauso sollte es sein und ist es auch bei der überwiegenden mehrheit der fcs fans, ausgenommrn die auf sn herumschwurrenden ewig gestrigen welche vom fußball keine ahnung haben und in ihrer beschränktheit nichts bessers zu tun wissen, als den sport zu verpolitisieren

Savonarola
1 Monat 12 Tage

@ falschauer

es gibt Sport, politisierten Sport und jene, die sich gegen politisierten Sport wehren. Versuche mal genauer hinzusehen.

Savonarola
1 Monat 14 Tage

ich habe dem panem-et-circenses-Charakter des Fußballs entsagt. Fußball geht mir am Ahrntal vorbei.

Savonarola
1 Monat 12 Tage

Im Übrigen steht in keinem Landesgesetz drinnen, dass man ab jetzt FCS-Fan sein muss, wenn man ein guter Südtiroler sein will.

Stolzz
Stolzz
Tratscher
1 Monat 12 Tage

“Unsere Jungs” sind Söldner, die dann nicht mehr unsere Jungs sind, wenn sie anderswo mehr verdienen. Meiner Meinung nach sollte Südtirol sollte in jener Liga spielen, welche seinem Niveau entspricht. Wer behauptet, Sport hat nichts mit Politik zu tun, verkennt die Wirkung vom Sport. Sport wurde nämlich seit jeher von der Politik ge- und missbraucht. Umgekehrt als GeldgeberIn übrigens auch!

wpDiscuz