Kein Erfolgserlebnis für Patrick Staber

Schwimm-EM-Finaloption Staber erlebte persönliche “Blamage”

Donnerstag, 09. August 2018 | 13:41 Uhr

Den österreichischen Schwimmern ist bei ihren letzten Einsätzen im Rahmen der Multisport-Europameisterschaften in Glasgow kein Erfolgserlebnis vergönnt gewesen. Patrick Staber war laut Nennzeiten als Finalkandidat in die Vorläufe über 400 m Lagen gegangen, verpasste den Aufstieg aber ebenso um Sekunden wie Marlene Kahler über 400 m Kraul und die beiden Staffeln über 4 x 100 m Lagen.

Staber war nach dem Rennen in seiner Spezialdisziplin schwer enttäuscht, auch wenn er die Finalchance nach seinen bisherigen Leistungen bei den Titelkämpfen in Schottland als nur noch klein gesehen hatte. Nur Rang 21 in 4:22.48 Minuten bezeichnete der Südstadt-Schwimmer aber dann als nicht zu erklärende “Blamage”. 4,71 Sekunden fehlten ihm auf den Endlauf der Top acht. Im April hatte er den österreichischen Rekord von Dinko Jukic auf 4:15,23 gedrückt.

“In der ersten Hälfte des Rennens habe ich mich noch gut gefühlt, hatte das Gefühl, es zu kontrollieren”, sagte der 22-Jährige. “Da habe ich mir gedacht, ich werde dann noch reinfetzen.” Letztlich verlor Staber aber sukzessive an Boden und beendete seinen Heat als Letzter. “Dabei habe ich gut geschlafen, gut regeneriert. Nur das Rennen selbst war nicht professionell. Nach der Analyse des Abschneidens mit seinem Coach Balasz Fehervari geht es in die Sommerpause.

Während diese für die meisten Aktiven drei Wochen dauert, hat Marlene Kahler vier Tage davon. Schon am Dienstag geht es ins nächste Trainingslager, die Olympischen Jugendspiele im Oktober in Buenos Aires rufen. Kahlers 4:23,70 Min. über 400 m Kraul und Rang 24 lassen eine längere Pause vernünftig erscheinen. Bei den Junioren-Europameisterschaften war sie zwölf Sekunden schneller. “Natürlich bin ich enttäuscht”, so die 17-Jährige. Sie sei aber auch verkühlt.

Die OSV-Staffel der Herren mit Bernhard Reitshammer, Christopher Rothbauer, Xaver Gschwentner und Alexander Trampitsch kam in 3:40,19 Min. auf Platz 14, die der Damen mit Caroline Pilhatsch, Elena Guttmann, Lena Kreundl und Cornelia Pammer in 4:13,88 auf Position 15. Eigentlich wäre Felix Auböck für die Herren-Equipe ein Thema gewesen, Trampitsch hatte aber in der Mixed-Staffel mit eine Marke unter dem österreichischen Rekord überzeugt.

Gut lief es den Staffel-Startschwimmern über die Rückenstrecke. Pilhatsch blieb über die 100-m-Distanz in 1:01,89 Min. wie schon über die Einzeldistanz unter 1:02, Reitshammer in 54,90 erstmals unter 55 Sekunden.

Von: apa