Fettner und Schlierenzauer denken noch nicht ans Aufhören

Seefeld 2019 lockt – Alle ÖSV-Routiniers machen weiter

Montag, 06. März 2017 | 11:11 Uhr

Während das Ende von Titelkämpfen oft eine Zäsur in so manchem Sportlerleben bedeutet, und ältere Generationen entscheiden, ihr Sportgerät für immer an den Nagel zu hängen, ist dies bei den Nordischen im ÖSV-Team aktuell nicht der Fall. Der Ausblick auf die Heim-WM 2019 in Seefeld und davor auch noch auf die Olympischen Spiele in Südkorea lässt schon jetzt so manches Athletenherz höher schlagen.

Im Skisprungteam will Gregor Schlierenzauer 2019 in seiner Tiroler Heimat zum siebenten Mal in Folge bei Weltmeisterschaften antreten. Der zwölffache Medaillengewinner wird dann 29 Jahre alt sein. Mit dann 33 Jahren will auch Manuel Fettner in Seefeld unbedingt noch dabeisein. Stefan Kraft freut sich ebenfalls auf den Höhepunkt. “Dann werde ich im besten Alter sein”, sagte der Salzburger, der in Lahti auch als 23-Jähriger schon zweimal triumphiert hat.

Bei den Kombinierern haben sich auch die Routiniers im Team schon festgelegt. Bernhard Gruber (34) und Wilhelm Denifl (36) haben die WM in zwei Jahren fix eingeplant. “Das wird super”, sagte der Salzburger Gruber. “Seefeld liegt uns, ich hoffe, dass wir dort weiter so gut springen und die Großschanze Bergisel taugt uns auch.”

Zuvor will der Gasteiner aber bei den Olympischen Spielen neuerlich um Edelmetall mitmischen. “Ich werde alles daran setzen, dass ich bis dahin mein Niveau noch höherschraube. Und dann hoffentlich einmal richtig durchstarten kann.”

Das Skilanglauf-Team ist jung, Bernhard Tritscher mit 28 Jahren der Senior. In zwei Jahren wird er noch immer im besten Alter für einen Ausdauersportler sein. Die aktuelle Saison ist für den Saalfeldener schlecht verlaufen. Tritscher hat sie nach Lahti vorzeitig beendet und will nach einer Pause einen Neaufbau beginnen. “So schnell gebe ich nicht auf”, sagte der WM-Sechste von 2015.

Von: apa