Mane wurde zum Schluss zum Helden

Senegal triumphiert nach Elferkrimi erstmals bei Afrika-Cup

Sonntag, 06. Februar 2022 | 23:40 Uhr

Das Fußball-Nationalteam des Senegal hat zum ersten Mal den Afrika-Cup gewonnen. Liverpool-Star Sadio Mane verwandelte im Endspiel gegen Rekordchampion Ägypten am Sonntag in Yaounde nach torlosen 120 Minuten den letzten Elfmeter zum 4:2-Endstand im Elfmeterschießen. Zu Beginn der Partie hatte der Ex-Salzburger noch einen Elfmeter (7.) vergeben, auch deshalb war in der regulären Spielzeit kein Treffer gefallen. Ägypten mit Mohamed Salah hatte auf den achten Triumph gehofft.

Nach der vierten Verlängerung im laufenden Bewerb in Folge gab es für die ohne ihren gesperrten Trainer Carlos Queiroz angetretenen Ägypter aber kein Happy End. Dort hätten beide Teams beinahe die Entscheidung herbeigeführt. Ägyptens Goalie Mohamed Abou Gabal machte allerdings zwei Chancen von Bamba Dieng (100., 115.) zunichte, auf der anderen Seite ließ Marwan Hamdy (117.) eine Chance aus. Im Elfmeterschießen vergaben Ägyptens Mohamed Abdelmonem (Stange) und Mohanad Lasheen, der an Edouard Mendy scheiterte, beim Senegal flatterten nur bei Bouna Sarr die Nerven.

Mane verwandelte souverän, nachdem er während der Partie noch mit einem zu schwachen Schuss an Gabal gescheitert war. Damit durften die Senegalesen im Vergleich zum Jahr 2019 jubeln, wo man im Endspiel noch gegen Algerien den Kürzeren gezogen hatte. Als Belohnung wurde Mane auch als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Damit setzte er sich auch im clubinternen Liverpool-Duell mit Salah durch, der kurz vor dem Halbzeitpfiff eine Topmöglichkeit ausgelassen hatte und wie auch schon 2017 gegen Kamerun im Finale eine Niederlage erleben musste.

Dritter des Turniers wurde Kamerun. Die Gastgeber lagen mit Salzburgs Abwehrspieler Jerome Onguene am Samstagabend schon mit 0:3 gegen Burkina Faso zurück, kamen allerdings noch zu einem 3:3 nach regulärer Spielzeit und setzten sich im Elfmeterschießen mit 5:3 durch.

Von: apa