Shiffrin feierte ihren Erfolg in Spindlermühle

Shiffrin stellte mit Slalomsieg nächsten Rekord auf

Samstag, 09. März 2019 | 15:23 Uhr

Mikaela Shiffrin hat am Samstag ihrer Karriere einen weiteren Meilenstein hinzugefügt. Die 23-Jährige holte sich mit einem Slalom-Erfolg in Spindlermühle auch den Rekord für Siege in einer Weltcup-Saison – 15 hat die US-Amerikanerin bisher auf dem Konto, es könnten in Andorra noch ein paar dazukommen. Im Norden Tschechiens wurde Katharina Truppe mit Laufbestzeit im Finale starke Vierte.

Shiffrin feierte ihren 39. Slalom-Sieg und den 58. Weltcup-Erfolg insgesamt. Sie verwies Wendy Holdener aus der Schweiz um 0,85 Sekunden auf den zweiten Platz, Dritte wurde die Slowakin Petra Vlhova mit schon beträchtlichen 2,03 Sekunden Rückstand. Der Kärntnerin Truppe fehlten mit 2,63 Rückstand auf Shiffrin exakt sechs Zehntelsekunden auf ihren ersten Podestplatz.

Shiffrin überbot den 30 Jahre alten Rekord von Vreni Schneider. Die Schweizerin hatte 1988/89 14 Siege in einer Weltcup-Saison geschafft. “Ich wollte heute nichts verteidigen, sondern mit Risiko angreifen”, sagte Shiffrin, die als Halbzeit-Leaderin 0,37 Sekunden schneller als Holdener gewesen war. “Es ist ein sehr feuchter Schnee. Ich habe versucht, möglichst keine Fehler zu machen. Man muss wirklich hart attackieren und man muss immer nach vorne schauen.”

Die kleine Kristallkugel für die Disziplinwertung hatte sich Shiffrin, die auch Gesamtweltcup-Gewinnerin ist, dank sechs Siegen bereits vor dem zweitletzten Slalom des Winters gesichert. Beim Finale in Soldeu wird sie voraussichtlich zumindest noch die kleine Kugel für den Riesentorlauf-Weltcup holen. Shiffrin hat einen 97-Punkte-Vorsprung vor Weltmeisterin Vlhova zu verteidigen, also beste Aussichten. Im Super-G hat sie auf Tina Weirather aus Liechtenstein 32 Punkte Vorsprung.

Die Halbzeit-16. Truppe war bisher im Weltcup nur in einem Team Event (Aare 2018) einmal Vierte gewesen. “Ich bin jetzt froh, dass ich im zweiten Schadensbegrenzung gemacht habe, nachdem ich mich im ersten so eingeparkt habe”, meinte die 23-Jährige in einer ersten Reaktion im ORF-Fernsehen. “Ich habe gedacht: hopp oder dropp – entweder liege ich draußen oder ich fahre auf Anschlag. Und es ist echt aufgegangen, das ist voll lässig”, freute sich Truppe.

Am Vortag hatte sie in dem Ski-Ressort an der Grenze zu Polen als Achte bereits ihr bestes Riesentorlauf-Resultat eingefahren. Inklusive der WM in Aare hat Truppe nun vier Top-Ten-Platz in Folge zu Buche stehen. “Es läuft einfach zur Zeit ganz gut. Spindlermühle mag ich, da komme ich gerne noch einmal her”, betonte sie.

Teil heftiger Schneefall hatte den ersten Lauf zu einer heiklen Angelegenheit werden lassen. Auch Truppe hatte mit der weichen Piste ihre Probleme und blieb nicht fehlerfrei. Die Ausgangsposition für die Entscheidung hatte für zwei andere ÖSV-Läuferinnen besser ausgesehen: Katharina Liensberger lag auf dem fünften Zwischenrang, Bernadette Schild war Fünfte. Beide fädelten jedoch im Finale ein. Bei Liensberger passierte das Missgeschick schon nach vier Toren.

Truppe, Liensberger und Schild waren schon für das Weltcup-Finale in Soldeu qualifiziert gewesen. Als 18. in Spindlermühle sicherte sich auch Katharina Huber – und damit die vierte Dame aus dem WM-Quartett – endgültig ihr Ticket für Andorra. Chiara Mair (22.) und Michaela Dygruber (24.) werden beim Saison-Ausklang hingegen nicht dabei sein. Hannah Köck schied bereits im ersten Durchgang aus.

Von: apa

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