Ramona Siebenhofer fährt auf der Tofana besonders gerne/Archivbild

Siebenhofer im ersten Cortina-Training auf Rang zwei

Donnerstag, 20. Januar 2022 | 21:50 Uhr

Die steirische Skirennläuferin Ramona Siebenhofer hat am Donnerstag das erste Training für die alpine Weltcup-Abfahrt in Cortina d’Ampezzo regulär am schnellsten hinter sich gebracht. Eine um 0,2 Sek. bessere Zeit als die 1:38,03 Min. der Dritten vom vergangenen Samstag in Zauchensee brachte die italienische Speed-Dominatorin Sofia Goggia ins Ziel, allerdings mit Torfehler. Goggias Landsfrau Frederica Brignone wies die Ergebnisliste als Dritte aus (+0,33 Sek. zurück).

Auf den Rängen vier bis sechs klassierten sich Breezy Johnson (USA/+0,66), Lara Gut-Behrami (SUI/+0,80) und Ester Ledecka (CZE/+0,82). Die übrigen Österreicherinnen kamen nicht in die Top Ten, Tamara Tippler und Christine Scheyer wurden Elfte (je +1,12). Mirjam Puchner ebenfalls nach Torfehler (+1,39) und Ricarda Haaser (+1,41) belegten die Ränge 15 und 16. Die Strecke nicht wie vorgeschrieben bewältigten auch deren Landsfrauen Nadine Fest (31./+2,61) und Elisabeth Reisinger (46./+4,21).

Siebenhofer hat vor drei Jahren auf der Tofana in zwei Abfahrten ihre bisher einzigen Weltcupsiege eingefahren, mit dementsprechender Vorfreude ist sie in den WM-Ort gereist. “Das ist einer meiner Lieblingsorte. Dort, wo man einmal gewonnen hat, hat man einmal eine spezielle Beziehung.” Die Strecke präsentiere sich super, sie selbst könne aber noch besser fahren, meinte Siebenhofer. Vor dem Rennen am Samstag kann sie das im Training am Freitag zeigen (jeweils 11.30 Uhr).

Tippler meinte, dass die Strecke etwas unruhiger und mit mehr Schlägen versehen sei als in den vergangenen Jahren. Sie wolle jedenfalls ebenso ein gutes Argument für die Nominierung für die Olympischen Spiele liefern wie Scheyer. Die Vorarlbergerin war im Weltcup nur vor vier Jahren schon einmal in Cortina. Puchner berichtete von Schwierigkeiten auf ihrer Fahrt. “Ich bin nicht so gut zurechtgekommen. Aber es ist gut, nach Zauchensee gleich wieder in den Rhythmus zu kommen.”

Noch immer etwas von ihrem Zauchensee-Sturz mitgenommen präsentierte sich Goggia, sie spüre ihren Körper immer noch. Bei Sonnenschein war beim Trainingsauftakt auch der für die nächsten Tage angekündigte Wind zu spüren, für den Abbau des Zieltransparentes musste die Übungseinheit unterbrochen werden.

Nicht am Start waren die schon aus Zauchensee früher abgereiste Cornelia Hütter sowie Ariane Rädler, die Dritte des dortigen Super-G. Bei beiden hieß es, dass sie auf ein negatives Testergebnis warten, um zumindest noch für den Super-G am Sonntag (11.45 Uhr) startberechtigt zu sein. Generell wird es bei nun auftretenden positiven Testergebnissen für die Betroffenen mit einer Olympia-Teilnahme eng – vor allem bei Wettkampf-Terminen in der Anfangsphase der Spiele.

Zumindest zeigte der Veranstalter jetzt Entgegenkommen: bisher galt, dass mindestens acht Werktage vor der Abreise das Genesungsschreiben, zwei negative PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden sowie ein ausgefülltes Formular eingereicht werden müssen. Nun wurde festgelegt, dass für Athletinnen, Athleten und Team-Offizielle der Zeitrahmen verkürzt wird. Fünf Tage vor Abreise muss zumindest der erste von insgesamt verlangten vier PCR-Tests gemacht werden, die freilich alle negativ sein müssen. Für alle anderen wie Medienvertreter gilt nach wie vor die Achttagefrist.

Die alpinen Ski-Bewerbe in Yanqing beginnen am 6. Februar mit der Männer-Abfahrt, das Training natürlich dementsprechend früher. Tags darauf steht der Frauen-Riesentorlauf auf dem Programm, die Speed-Konkurrenzen der Frauen beginnen ab 11. Februar mit dem Super-G.

Von: apa