Puig kämpfte sich zurück ins Spiel

Sieg über Wozniacki Puigs größter Erfolg seit Olympia-Gold

Samstag, 24. März 2018 | 18:36 Uhr

Tennis-Olympiasiegerin Monica Puig hat am Freitag ihren bedeutendsten Erfolg seit ihrem Rio-Triumph 2016 gelandet. Die 24-Jährige gewann in Runde zwei des Premier-League-Turniers von Miami gegen die Dänin Caroline Wozniacki 0:6,6:4,6:4, womit sie zum zweiten Mal eine Weltranglisten-Zweite besiegte. Erstmals war ihr das im Olympia-Finale gegen die Deutsche Angelique Kerber geglückt.

Dabei hatte zu Beginn der Partie gegen Wozniacki rein gar nichts auf einen Sieg der Weltranglisten-82. aus Puerto Rico hingedeutet. Die Australian-Open-Siegerin gewann die ersten sieben Games, Puig widerfuhren im ersten Satz 18 unerzwungene Fehler. Doch nachdem sie im ersten Game des zweiten Durchgangs noch Breakchancen ausgelassen hatte, fand die Außenseiterin zu ihrem Spiel, drehte das Match und ging um 0.37 Uhr Ortszeit nach 1:54 Std. Spielzeit als Siegerin vom Court.

“Ehrlich gesagt, das hat sich wieder wie in Rio angefühlt”, sagte Puig. “Ich habe solange in Miami gelebt, aber mein Herz gehört Puerto Rico.” Puig hatte viele der Zuschauer auf ihrer Seite. “Ich habe auf diesen Moment so lange gewartet, letztlich habe ich wieder zu mir zurückgefunden. Ich weiß die Unterstützung zu schätzen. Es war unglaublich.” Ihre nächste Gegnerin ist die Griechin Maria Sakkari. Woznaicki würde WTA-Rang zwei verlieren, sollte die Spanierin Garbine Muguruza den Titel holen.

Wozniacki äußerte sich am Samstag via Twitter noch über unangenehme Erlebnisse auf dem Court bei der Niederlage gegen Puig. Einige “Fans” haben dabei offenbar alle Grenzen des Anstands überschritten, Wozniacki beklagte auch, dass es weder vonseiten der Organisatoren noch den Sicherheitskräften Maßnahmen gegeben hat.

“Während des Spiels haben Leute aus der Menge meiner Mutter und meinem Vater den Tod gewünscht, mich Sachen genannt, die ich hier gar nicht wiederholen kann und den 10 Jahre alten Nichten und Neffen meines Verlobten gesagt, sie sollen sich niedersetzen und zum Teufel den Mund zu halten”, schrieb Wozniacki in dem Kurznachrichtendienst. Die Security und auch sonstige Mitarbeiter des Miami Open hätten nichts unternommen und dieses Verhalten akzeptiert.

“Ich habe die Fans immer dazu angehalten, ihren Favoriten anzufeuern und ich habe nichts gegen eine solche Atmosphäre, aber wenn gewisse Grenzen überschritten werden, macht es Tennis für beide Spieler unerträglich”, erklärte Wozniacki weiter und rief die Organisatoren dazu auf, dies ernst zu nehmen. “Das ist ein fürchterliches Beispiel für künftige Tennisspieler und Fans. Ich wünsche Monica alles Gute für das weitere Turnier”, schloss die Weltranglisten-Zweite.

Bei den Herren landete der Acapulco- und Indian-Wells-Titelgewinner Juan Martin del Potro in Runde zwei mit einem 6:4,5:7,6:2-Sieg gegen den Niederländer Robin Haase seinen zwölften Sieg in Folge. Roger Federer begann am Samstagabend gegen den Australier Thanasi Kokkinakis. Der Schweizer Titelverteidiger muss zumindest über drei Erfolge ins Viertelfinale kommen, um seine Weltranglistenführung nicht an den in Miami abwesenden Spanier Rafael Nadal zu verlieren.

Der ebenso verletzt pausierende Dominic Thiem kann in der nächsten Weltrangliste am Ostermontag maximal einen weiteren Platz verlieren und auf Position acht zurückfallen. Dafür müsste aber US-Open-Finalist Kevin Anderson ins Endspiel kommen. Der Südafrikaner begann am Samstag in der zweiten Runde gegen den Georgier Nikolos Basilaschwili.

Von: apa

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