Markus Salcher fuhr zur Bronzemedaille

Silber für Lösch und Bronze für Salcher im Super-G

Sonntag, 11. März 2018 | 11:39 Uhr

Das österreichische Team bei den Winter-Paralympics in Pyeongchang hat am Sonntag seine Medaillen zwei und drei gewonnen. Im Super-G der Alpin-Skifahrer fuhr Claudia Lösch in der sitzenden Klasse am Tag nach ihrem Abfahrtssturz zu Silber, Markus Salcher legte stehend eine weitere Speed-Bronzemedaille nach. Die Siege gingen wieder an die Deutsche Anna Schaffelhuber und den Schweizer Theo Gmur.

Die rot-weiß-rote Fahnenträgerin Lösch hatte sich bei ihrem Out in der Abfahrt ihren besten Rennski ruiniert, mit dem wollte sie im Super-G reüssieren. “Der zweite Ski ist auch schnell, aber nicht ganz so gut abgestimmt”, sagte die 29-jährige Niederösterreicherin und trauerte 95/100 zurück ein wenig Gold nach. “Angesichts der Umstände ist Silber cool, aber ich hätte einfach mehr drauf.” Bronze holte die Japanerin Momoka Muraoka. Es ist die insgesamt achte Paralympics-Medaille von Lösch.

Der 26-jährige Kärntner Salcher war mit seiner fünften Paralympics-Medaille bzw. seinem in Pyeongchang zweiten dritten Platz sehr zufrieden, trennten ihn doch nur 12/100 vom Vierten. Gmur war 3,05 Sek. schneller. “Heute habe ich eindeutig Bronze gewonnen. Für Gold und Silber bin ich etwas zu sauber gefahren und bei den Schlägen ist es mit meiner Behinderung schwer.” Der zweifache Paralympics-Sieger von Sotschi 2014 erklärte, dass die Leistungsdichte seit damals größer geworden sei.

Thomas Grochar freute sich als 14. über einen gelungenen Test für die Super-Kombination. Nico Pajantschitsch und Martin Würz schieden mit Stürzen aus. Blindensportler Gernot Morgenfurt fuhr mit Guide Christoph Gmeiner bei seiner Paralympics-Premiere auf Rang acht. Bei den Monoskifahrern belegte Roman Rabl Platz neun. Simon Wallner beschädigte sich bei einem Sturz die Federung an seinem Monoski, gab im Ziel jedoch Entwarnung. Der Schaden war zu reparieren.

Am Montag haben die Alpinen keinen Wettkampf, dafür sind erstmals die Snowboarder Patrick Mayrhofer und Reinhold Schett im Cross sowie Langläuferin Carina Edlinger mit Guide und Bruder Julian im Paralympics-Einsatz.

Von: apa