Stefanie Brunner will endlich aufs Podest

Ski-Damen mit Technik-Bewerben in den USA

Freitag, 23. November 2018 | 12:23 Uhr

Die Speed-Damen müssen sich noch gedulden, nach dem Riesentorlauf in Sölden und dem Slalom in Levi setzen die Läuferinnen ihre Weltcup-Saison in Nordamerika mit je einem Rennen dieser Disziplinen in Killington fort. Der bisher letzte Sieg einer Österreicherin in einem technischen Bewerb ist in der Saison 2015/16 zu finden, Grund zu neuer Hoffnung gab allerdings der vielversprechende Saisonstart.

Genaugenommen waren die Österreicherinnen im Riesentorlauf das bisher letzte Mal am 7. März 2016 in Jasna auf dem Podest, als Eva-Maria Brem gewann. Im Slalom ist der jüngste Podestplatz mit Rang drei durch Bernadette Schild in Finnland erst ein paar Tage alt, das bisher letzte Mal ganz oben stand Nicole Hosp am 30. November 2014 in Aspen.

Zum dritten Mal in Folge bestreiten die Ski-Damen ihre Technikrennen in den USA in Killington (Vermont), das 2016 Aspen (Colorado) ablöste. Anders als in Levi gibt es an der Ostküste dieser Tage reichlich Schnee, die Temperaturen bewegen sich im zweistelligen Minusbereich. Die bisherigen zwei Riesentorläufe dort gingen an die Französin Tessa Worley und die Deutsche Viktoria Rebensburg, im Slalom triumphierte jeweils Lokalmatadorin Mikaela Shiffrin.

Worley ist nach ihrem Sieg in Sölden vor der Italienerin Federica Brignone, Shiffrin und Rebensburg auch für den Riesentorlauf am Samstag (15.45/19.00 MEZ, live ORF eins) zu favorisieren, somit sind auch ihre größten Herausforderinnen genannt. Aussichtsreichste Österreicherin dürfte die Fünfte des Gletscher-Auftakts, Stephanie Brunner, sein, die auf ihren ersten Stockerlplatz im Weltcup noch wartet. Auf den Rängen 16 bis 24 folgten gleich sieben ÖSV-Läuferinnen, da soll es jeweils den einen oder anderen Schritt nach vorne gehen.

“Nach einer Verletzung ist es immer schwierig. Es geht bergauf, bergab, man hat ja die Trainingstage nicht beieinander, die die anderen haben. Es heißt einfach, kontinuierlich weiterarbeiten, und wenn ich das umsetzen kann, was ich im Training gezeigt habe, dann passt das schon”, sagte die Tirolerin Brunner, die in Sölden ihr Comeback nach dem im März zugezogenen Kreuzband- und Meniskusriss gegeben hatte. “Ich weiß, dass ich auf dem Hang sehr schnell Skifahren kann. Das stimmt mich positiv. Oben geht es gleich steil weg, da kommt man auf Speed, das hilft mir. Im Mittelteil kann man schön ziehen, das liegt mir alles sehr gut.”

Wie Platz 24 in Sölden zeigte, ist Eva-Maria Brem noch weit von ihrer früheren Form entfernt. Das Training in Copper sei nun allerdings ein Traum und sie damit sehr zufrieden gewesen. “Es sind wieder ein paar Schritte weitergegangen. Samstag ist ein neues Rennen. Ich freue mich darauf, um wieder einen Status quo zu haben.” Die Gewinnerin der kleinen Kristallkugel 2015/2016 weiß, dass sie sich technisch nicht verstecken müsse, auch körperlich sei alles in bester Ordnung. “Es geht jetzt einfach darum, sich das wieder zu erarbeiten, das ist ein großer Brocken.”

Im Slalom am Sonntag (16.00/19.00 Uhr MEZ, live ORF eins) soll von den Österreicherinnen wieder kräftig das Podest attackiert werden, nach besiegtem Levi-Fluch will Schild auch in Killington wieder ganz vorne mitmischen. Als Dritte hatte sie im Vorjahr 2,67 Sekunden Rückstand auf Shiffrin, auch die zweitplatzierte Slowakin Petra Vlhova lag weit hinter der Triumphatorin. In Levi gab es das namentlich gleiche Ergebnis, Schild lag allerdings nur 0,79 hinter Platz eins.

“Es ist ein schwerer Hang, das muss man sagen”, sagte die Salzburgerin Schild. “Es braucht ein bisschen Mut, dass man den Ski doch gehen lässt. Letztes Jahr war Mika die Einzige, die den Ski freigelassen hat. Ich war glückliche Dritte, aber weit hinten. Alle anderen haben einfach gehalten. Es ist mein Ziel, dass ich den Ski einfach gehen lasse.”

Auch die Levi-Siebente Katharina Gallhuber hat an Killington “gute Erinnerungen”, mit der vierten Laufzeit verbesserte sie sich im Vorjahr von Rang 13 auf sieben. “Wenn ich es mir auch im Steilhang zutraue, dann steht einem guten Rennen eigentlich nichts im Wege”, meinte die Niederösterreicherin.

ÖSV-Aufgebot alpine Technik-Damenrennen Killington:

Riesentorlauf (Samstag, 15.45/19.00 Uhr MEZ): Eva-Maria Brem, Stephanie Brunner, Franziska Gritsch, Ricarda Haaser, Katharina Liensberger, Stephanie Resch, Julia Scheib, Bernadette Schild, Katharina Truppe, Anna Veith

Slalom (Sonntag, 16.00/19.00): Michaela Dygruber, Katharina Gallhuber, Gritsch, Katharina Huber, Hannah Köck, Liensberger, Schild, Marie-Therese Sporer, Truppe

Von: apa

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