Silber an Kriechmayr

Dominik Paris holt Gold im Super-G – VIDEO

Mittwoch, 06. Februar 2019 | 13:40 Uhr

Aare – Der Ultner Dominik Paris hat den ersten Herren-Bewerb der alpinen Ski-WM in Aare gewonnen. Der Triumphator der Kitzbühel-Abfahrt entschied am Mittwoch den Super-G in 1:24,20 Minuten für sich. Silber ging ex-aequo an den Oberösterreicher Vincent Kriechmayr und den Franzosen Johan Clarey mit jeweils 0,09 Sekunden Rückstand. Für Kriechmayr war es die erste Medaille bei einem Großereignis. “Als ich gesehen habe, wie die Sonne herauskommt, habe ich schon noch g’scheit geschwitzt. Ich freu mich irrsinnig”, sagte Kriechmayr.

Paris fehlten ein bisschen die Worte, wie er im Interview meinte. “Ein großartiger Tag”, brachte er dann doch heraus. “Ich habe einige Fehler gemacht. Dann habe ich mir gedacht, es geht noch besser. Unglaublich! Man lernt von kleinauf, die Ski müssen talwärts gehen. Ich habe probiert, die Geschwindigkeit so gut wie es geht mitzunehmen.”

Aare zeigte sich wieder als ein guter Boden für Südtiroler Speed-Fahrer. 2007 holte Patrick Staudacher Super-G-Gold, zwölf Jahre später folgte ihm Paris. Für den 29-Jährigen war es der erste WM-Titel, von den Titelkämpfen 2013 in Schladming hat der leidenschaftliche Heavy-Metal-Musiker bereits eine Silberne von der Abfahrt zu Hause. Bei Olympischen Spielen ging er jeweils leer aus.

Hinter dem Südtiroler freute sich auch Clarey über Platz zwei, womit er mit 38 Jahren und 29 Tagen zum ältesten WM-Medaillengewinner der Geschichte wurde. “Das ist eine wirklich große Überraschung für mich”, sagte der Franzose. “Am Anfang der Saison habe ich mich in der Abfahrt sehr gut gefühlt, jetzt läuft es im Super-G. Ich habe gar nicht gewusst, dass ich der älteste Medaillengewinner bin, aber das ist völlig okay für mich.”

Christof Innerhofer, der Teamkollege von Paris, fuhr auf dem schwierigen Kurs auf Rang vier und schlittert damit knapp an einer WM-Medaille vorbei.

Mit Daniel Danklmaier kam nur ein zweiter ÖSV-Läufer ins Ziel, der WM-Debütant lag mit 1,08 Sekunden Rückstand nicht unter den besten 18. Der Kärntner Olympiasieger Matthias Mayer schied kurz nach der zweiten Zwischenzeit auf Medaillenkurs liegend aus. Auch Routinier Hannes Reichelt verpasste ein Tor.

Auf dem von ihrem Trainer Reto Nydegger tückisch gesetzten Kurs erlitten die Norweger, im Weltcup die dominierende Super-G-Nation der vergangenen Jahre, eine Niederlage. Aksel Lund Svindal stellte schon im Mittelteil einmal quer und belegte in seinem vorletzten Rennen 16., Kjetil Jansrud mit einer fehlerreichen Fahrt und Aleksander Aamodt Kilde landeten auf den Plätzen 22 beziehungsweise 24. Bester wurde Adrian Smiseth Sejersted auf Rang acht.

“Es war schon ein schwieriges Rennen. Es war sehr dunkel, mit den ganzen Wellen war es sehr schwierig”, meinte der 36-jährige Svindal. “Ich habe einen guten Plan gehabt. Aber ich bin ich nicht gut genug gefahren, ich habe auch nicht genug Risiko genommen. Wenn man die Passagen 90 Prozent fährt, fehlt dir viel Zeit. Ich habe zu viel beobachtet, wie viele ausgefallen sind, dann habe ich zu wenig Risiko genommen.”

Die Siegfahrt von Dominik Paris

Steckbrief von Dominik Paris

Dominik PARIS (ITA/29 Jahre)
Geboren: 14. April 1989 in Meran
Wohnort: Ulten/Südtirol
Familienstand: ledig
Größe/Gewicht: 1,83 m/105 kg
Verein: GS Forestale
Ski/Bindung/Schuhe: Nordica
Hobbys: Musik, Mountainbiken
Homepage: www.dominikparis.com
Größte Erfolge:
Olympia: 4. Abfahrt Pyeongchang 2018
WM: Gold Super-G Aare 2019
Silber Abfahrt Schladming 2013
Weltcup: 12 Siege, 10 x Abfahrt (u.a. 3 x Kitzbühel), 2 x Super-G
3. Abfahrts-Gesamtwertung 2012/13, 2015/16, 2016/17
2. Super-G-Gesamtwertung 2014/15
Junioren-WM: 1 x Gold, 2 x Silber

Von: apa

Bezirk: Burggrafenamt