Mohoric fuhr auch ins Leader-Trikot

Slowene Mohoric in Feldkirch Auftaktsieger der Ö-Tour

Samstag, 07. Juli 2018 | 15:46 Uhr

Der erste Sieger der 70. Auflage der Österreich-Radrundfahrt heißt Matej Mohoric. Der slowenische Meister setzte sich am Samstag nach einem schwierigen Finale solo vor seinem Teamkollegen Giovanni Visconti durch und ist auch der erste Träger des Roten Trikots des Gesamtführenden. Bester Österreicher nach 152,8 km mit Start und Ziel in Feldkirch war der Steirer Stephan Rabitsch auf Rang 15.

Die Auftaktetappe der Jubiläumsausgabe der Rundfahrt stand ganz im Zeichen des World-Tour-Teams Bahrain-Merida, das mit dem Niederösterreicher Hermann Pernsteiner auch um den Gesamtsieg mitfahren will. Der Rennstall kontrollierte nicht nur das Rennen, sondern landete durch Mohoric und Visconti vor dem Montforthaus auch einen Doppelsieg.

“Für uns war es ein perfekter Auftakt für die Rundfahrt”, sagte Pernsteiner. “Es ist alles so aufgegangen, wie wir es geplant haben.” Mohoric und Visconti sollten an der Spitze in die anspruchsvolle Kopfsteinpflaster-Passage in der Feldkircher Altstadt geführt werden, der Slowene machte das Rennen. Pernsteiner: “Wir haben gewusst: Wenn Mohoric zur letzten Kilometermarke vorne kommt, wird es schwierig, ihn zu schlagen.”

Mohoric hatte im Mai bereits eine Etappe des Giro d’Italia und im Vorjahr eine bei der Vuelta a Espana gewonnen. Der 23-Jährige lobte vor allem die Nachführarbeit seines Teams, das einer sechsköpfigen Ausreißergruppe, der auch der Wiener Matthias Krizek angehört hatte, nie mehr als zwei Minuten Vorsprung gewährte. “Wir haben von Beginn an hohes Tempo gemacht”, sagte Mohoric. Im Finish hätten Visconti und er dann ihre technischen Fähigkeiten ausgespielt.

Für die Rundfahrt, die noch bis nächsten Samstag in Wels läuft, gilt es aber, den Teamkollegen in Position zu bringen. “Wir hoffen, dass Hermann Pernsteiner auf den Gesamtsieg fahren kann”, meinte Mohoric. Der 27-Jährige könnte als ausgewiesener Kletterer vom schwierigen Profil profitieren. Das zweite und längste Teilstück führt am Sonntag über 180,5 km und den Arlberg von Feldkirch nach Fulpmes in Tirol. Pernsteiner ist guter Dinge: “Wir haben bewiesen, dass wir das Rennen gut kontrollieren können.”

Krizek war mit seinen fünf Fluchtgefährten in Vorarlberg nicht entscheidend weggekommen. 20 Kilometer vor dem Ziel, noch vor der letzten Bergwertung, wurden die letzten Ausreißer gestellt. “Es war ein harter Kampf in der Spitzengruppe. Die Beine waren ganz gut”, erklärte Krizek. Im Finish setzten sich auch seine Felbermayr-Wels-Teamkollegen Rabitsch und Riccardo Zoidl in Szene.

Weil der letzte Kilometer in Feldkirch enorm eng und wegen des Kopfsteinpflasters für eine Massenankunft gefährlich ausfiel, wurde die Zeit für die Gesamtwertung bereits drei Kilometer vor dem Ziel genommen. Der frühere Rundfahrt-Sieger Zoidl attackierte daher davor mit Antonio Nibali, dem Bruder von Topstar Vincenzo Nibali. Der Angriff brachte dem Oberösterreicher aber keine Sekunden.

Rabitsch sagte das anspruchsvolle Finale zu. “Der Kurs ist mir entgegengekommen”, erklärte der Steirer. “Am Schluss war ich nicht ganz vorne, in der Abfahrt hat es mich ein bisschen verschüttet. Aber ich glaube, wir können zufrieden sein.”

Von: apa

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