Snowboard

Andrej Sobolew hat klaren Vorsprung auf Roland Fischnaller

Samstag, 09. März 2019 | 16:40 Uhr

Andreas Prommegger hat keine Chance mehr auf den Gewinn einer Kristallkugel im Snowboard-Weltcup. Der 38-jährige Salzburger scheiterte am Samstag bereits in der Qualifikation des Parallel-Riesentorlaufs in Scuol und musste sich damit in der Disziplinwertung hinter dem Slowenen Tim Mastnak mit Rang zwei begnügen. Im Parallel-Gesamtweltcup ist er als aktuell Fünfter aus dem Titelrennen.

“Ich war eigentlich gut unterwegs, bis ich fünf, sechs Tore vor dem Ziel nicht mehr von der Kante gekommen bin. Ich bin deshalb bei den nächsten Schwüngen zu gerade geworden und schließlich durch ein Tor durchgefahren”, sagte Prommegger. Der ÖSV-Fahrer gab damit im letzten Rennen das Trikot des Disziplinführenden noch aus der Hand. “Das ist natürlich sehr bitter. Der zweite Platz im PGS-Weltcup ist nur ein schwacher Trost”, betonte Prommegger.

Im Rennen um die große Kugel ist Andrej Sobolew klar in der Pole Position. Der Russe holte sich am Samstag vor seinem Landsmann Dimitrij Loginow und dem Schweizer Dario Caviezel den Sieg und hat mit 4.445 Punkten einen deutlichen Vorsprung auf den Südtiroler Roland Fischnaller (3.629,40) sowie Mastnak (3.616). Prommegger liegt als Fünfter (3.316) unmittelbar vor seinem Landsmann Benjamin Karl (3.130). Karl wurde am Samstag 15. und war damit drittbester Österreicher. Arvid Auner holte mit Platz neun sein bestes PGS-Resultat, Lukas Mathies landete auf Rang 12.

Besser lief es für Sabine Schöffmann, die mit Rang fünf im Kugelkampf aber wohl ebenfalls entscheidend an Boden verlor. Der Rückstand auf die am Samstag zweitplatzierte Tschechin Ester Ledecka, die im Finale der Russin Milena Bykowa unterlag, wuchs auf 460 Punkte an. “Ein fünfter Platz ist eigentlich nicht schlecht, aber im Kampf um den Gesamtweltcup bringt er mich nicht wirklich weiter”, erläuterte die Kärntnerin. Einige kleine Fehler hätten eine bessere Platzierung verhindert.

Das letzte Saisonrennen, ein Slalom, geht am 23. März in Winterberg über die Bühne. “Noch lebt die Chance”, hat Schöffmann noch nicht aufgegeben. Sie kämpft in Winterberg auch noch um die kleine Kugel. In der Riesentorlauf-Disziplinwertung landete sie als beste ÖSV-Athletin auf Rang fünf. Olympiasiegerin Ledecka hatte da die Nase vorne. Scuol war für die restlichen Österreicherinnen keine Reise wert. Nur Schöffmann überstand die Qualifikation.

Von: apa

Bezirk: Bozen