Olympisches Feuer: Nordkorea macht Olympia zu heißer Angelegenheit

Sorgen wegen Sicherheit bei Winterspielen in Südkorea

Freitag, 22. September 2017 | 14:44 Uhr

Frankreich wird nicht an den Olympischen Winterspielen im Februar 2018 in Südkorea teilnehmen, sollte die Sicherheit seiner Teilnehmer nicht gewährleistet sein. Das stellte Sportministerin Laura Flessel klar. Soweit sei es aber noch nicht. Auch in Österreich will man die Lage in Nordkorea noch beobachten, bis über eine etwaige Nichtteilnahme entschieden wird.

Sollte sich die Nordkorea-Krise verschärfen und “unsere Sicherheit nicht garantiert werden können, wird Frankreichs Olympiateam zu Hause bleiben”, sagte Frankreichs Sportministerin Flessel Radio RTL, ergänzte aber: “Soweit sind wir aber noch nicht.”

Österreich will die Lage in Nordkorea noch beobachten und abwarten, bevor über eine etwaige Nichtteilnahme der österreichischen Athleten entschieden wird. “Sollte sich die Situation aber verschärfen und die Sicherheit der Sportler nicht mehr gewährleistet sein, werden wir nicht nach Südkorea fahren”, sagte ÖOC-Präsident Karl Stoss am Freitag am Rande eine Pressekonferenz in Innsbruck zur APA.

“Wir gehen aber derzeit nicht davon aus, dass es so weit kommen wird”, meinte Stoss. Zum jetzigen Zeitpunkt könne man aber noch nicht wissen, wie sich die Sicherheitslage im Februar dann darstelle. Einen Plan B für die Olympischen Winterspiele im Februar in Südkorea gebe es jedenfalls nicht, bekräftigte der ÖOC-Präsident. Sollte die Sicherheit der Spiele nicht gewährleistet sein, würden sie einfach nicht stattfinden, fügte er hinzu.

Das ÖOC vertraue auf politische Lösungen, präzisierte Stoss. “Wir gehen nach wie vor von politischen Lösungen aus. Das IOC ist in laufenden Gesprächen mit allen involvierten Ländern – wie Süd- und Nordkorea, China usw. Zuletzt gab es Gespräche bei der UN-Vollversammlung in New York. Einen Plan B, die Spiele woanders durchführen zu wollen, gibt es definitiv nicht”, sagte Stoss.

Von: APA/ag.