Die Veranstaler hoffen auf ein Rennen am Sonntag

Speed-Auftakt der Damen in St. Moritz vollständig abgesagt

Samstag, 05. Dezember 2020 | 20:50 Uhr

Schneemassen haben den Saisonauftakt der Speedbewerbe der alpinen Ski-Damen in St. Moritz verhindert. Wegen Neuschneemengen von achtzig Zentimeter in der Früh und starkem Wind musste der Super-G am Samstag abgesagt werden. Am frühen Abend folgte dann auch die Absage des zweiten geplanten Rennens in dieser Disziplin am Sonntag wegen Lawinengefahr. Die nächsten Saison-Speedbewerbe der Damen sind in zwei Wochen in Val d’Isere mit zwei Abfahrten und einem Super-G angesetzt.

Die in St. Moritz ausgefallenen Rennen sollen laut Damen-Renndirektor Peter Gerdol möglichst nachgeholt werden. In Val d’Isere sei dies aufgrund des langen Programms nicht möglich, der Jänner biete aber einige Möglichkeiten, sagte Gerdol. Konkrete Ersatz-Stationen wären St. Anton, Crans Montana oder Garmisch-Partenkirchen. Zumindest einer der beiden Super-G sollte vor der WM noch nachgeholt werden.

In St. Anton (9./10 Jänner) ist derzeit eine Abfahrt und ein Super-G angesetzt. Die Absage-Entscheidung sei nicht von der FIS gekommen, betonte Gerdol in der Schweiz. “Die haben ganz klar gesagt, sie sperren den ganzen Berg. Da ist es nicht möglich, hoch zu fahren. Diese Sachen sind wichtiger als unsere Rennen, das muss man akzeptieren.”

Weil am Abend noch Gerüchte von eventuellen Straßensperren aufkamen, nahmen die meisten ÖSV-Läuferinnen doch noch am Samstag die Heimreise in Angriff.

“Die Komplettabsage ist natürlich sehr bitter. St. Moritz ist ein Ort, wo ich sehr gerne fahre”, sagte Nicole Schmidhofer. “Alle haben sich schon so gefreut, dass es endlich los geht. Wir haben die Riesen- und Slalomfahrer schon gesehen, endlich wären wir dran gewesen”, bedauerte die Österreicherin.

Das Gros der Skidamen nahm die Heimreise trotz der frühen Absage angesichts der Schneemassen aus Sicherheitsgründen erst Sonntagfrüh unter die Räder. “Es wird eine längere Fahrt, denn es ist doch recht weit in die Steiermark”, erklärte Schmidhofer. Sie hoffe, dass zumindest einer der beiden abgesagten Super-G nachgetragen wird. “Beide wird wahrscheinlich schwierig.”

Dass es nun doch erst in Val d'Isere los geht, kommt Schmidhofer nicht ungelegen. “Das wird jetzt fast eine Lake-Louise-Woche und wir legen doch mit zwei Abfahrten und einem Super-G los. Da geht es dann richtig zur Sache”, freute sich die Super-G-Weltmeisterin von 2017, die in der kanadischen Skistation zuletzt mit drei Abfahrtssiegen äußerst erfolgreich gewesen war. “Ich hoffe, dass wir in Frankreich dann bei tollem Wetter und Piste fahren können.”

Dass ein Weltcuprennen schon am Vortag wegen Lawinengefahr abgesagt wird, habe sie trotz ihrer schon sehr langen Weltcupzeit noch nicht erlebt. “Es gibt immer etwas Neues.”

Von: apa

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