Top-Platzierung für Stadlober

Stadlober kletterte mit zweitbester Zeit zu Tour-Rang fünf

Sonntag, 07. Januar 2018 | 17:42 Uhr

Langläuferin Teresa Stadlober hat die Tour de Ski nach der zweitbesten Berglaufzeit auf die Alpe Cermis auf dem fünften Rang abgeschlossen – so gut wie noch nie. Schneller als die am Vortag zu ihrem ersten Weltcup-Podestplatz gestürmte Radstädterin kletterte am Sonntag nur Gesamtsiegerin Heidi Weng aus Norwegen die steile Piste im Fleimstal hinauf.

“Es war eine unbeschreibliche Tour de Ski für mich. Und zum Abschluss noch zwei Podiumsplatzierungen in zwei Tagen”, jubelte die im Gesamtweltcup an die fünfte Stelle vorgestoßene Stadlober. 24 Stunden nach Platz drei im Klassik-Massenstart holte sie in der Skating-Bergverfolgung auf das vor ihr gestartete Trio Ingvild Flugstad Östberg (NOR), Jessica Diggins (USA) und Krista Pärmäkoski auf, im Ziel fehlten ihr aber noch 11,7 Sekunden auf die viertplatzierte Finnin.

“Ich musste alles alleine laufen und zu Beginn des Anstiegs hatte ich bereits eine Minute Rückstand auf die Läuferinnen vor mir. Der letzte Kilometer war dann unglaublich hart. Ich hatte mit Seitenstechen zu kämpfen und versuchte nur mehr, ins Ziel zu kommen”, schilderte Stadlober den gefürchtet steilen Anstieg. Das mit Abstand beste Tour-Ergebnis steht für das ÖSV-Aushängeschild aber dennoch zu Buche. Im Vorjahr war sie mit der viertschnellsten Berglaufzeit Neunte geworden.

Dieses Mal steigerte sich die Tochter von Ex-Staffel-Weltmeister Alois Stadlober noch einmal und bestätigte ihre mehrfach gezeigten Top-Sechs-Leistungen aus dem Dezember auch beim ersten Saisonhöhepunkt. Herausragend war ihre überlegene Bestzeit in der Skating-Verfolgung in Lenzerheide am Neujahrstag.

Dank ihrer Tour-Leistungen darf sich die 24-Jährige auch berechtigte Hoffnungen auf Olympia-Spitzenplätze machen. Die Vorbereitung auf die Winterspiele wird Stadlober nach drei Tagen Erholung aufnehmen, die letzten Renntests wird sie Ende des Monats beim Heimweltcup in Seefeld absolvieren.

Bei den Winterspielen im Februar werden im Gegensatz zu Tour wieder alle Topstars mit dabei sein. Diesmal fehlten beim prestigeträchtigen Etappenrennen unter anderem Rekordweltmeisterin Marit Björgen (NOR) und die vor Weihnachten im Gesamtweltcup führende Schwedin Charlotte Kalla.

Von: apa

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