Profis zeigen sich mit ihrem Gehaltsverzicht solidarisch

Stars der deutschen Liga verzichten auf Geld

Dienstag, 24. März 2020 | 17:32 Uhr

Auch die Stars der deutschen Fußball-Bundesliga verzichten in Folge der Corona-Krise auf Teile ihres Gehalts. Bei Bayern München sind die Spieler und Verantwortlichen nach dpa-Informationen damit einverstanden, dass ihre Bezüge um 20 Prozent reduziert werden. In schwierigen Zeiten will auch der Meister damit ein Zeichen der Solidarität setzen und drohende Nachteile für Club-Mitarbeiter vermeiden.

Bei Borussia Dortmund sollen die Profis ebenfalls auf 20 Prozent ihres Grundgehaltes verzichten, wenn keine Fußballspiele stattfinden. Ein Abschlag von zehn Prozent wäre dem Vernehmen nach bei Spielen ohne Zuschauer fällig. Zuletzt hatte schon die Dortmunder Führung freiwillig auf einen Teil ihres Gehaltes verzichtet, auch Trainer Lucien Favre soll dazu bereit gewesen sein.

Der Bundesligist spart dadurch einen zweistelligen Millionenbetrag ein, wie er am Dienstag mitteilte. Diese Einsparung werde “dabei helfen, den BVB als einen der größten Arbeitgeber Dortmunds während der Corona-Krise abzusichern und zu schützen”, hieß es in der Erklärung des Tabellenzweiten. Der BVB bestätigte Medienberichte vom Vortag, dass es entsprechende Gespräche mit der Mannschaft gab. Demnach seien die Spieler “vorsichtshalber unterteilt in mehrere Gruppen über die aktuelle Situation rund um das Corona-Virus in Deutschland, die von der Politik beschlossenen Eindämmungsmaßnahmen, die medizinische Lage im Land und die Geschäftsentwicklung im Fußball informiert” worden.

Dabei habe es einen Konsens über Gehaltseinbußen gegeben. Dieser Maßnahme hätten sich auch “die Verantwortlichen des Clubs sowie der Trainerstab” angeschlossen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wertete den Verzicht der Spieler auf “signifikante Teile ihrer Gehälter” als “wertvolles Zeichen der Solidarität sowohl nach außen als auch an unsere 850 Mitarbeiter”.

Die Bayern-Profis Joshua Kimmich und Leon Goretzka hatten bereits mit ihrer Initiative “We kick Corona” den Start-Betrag von einer Million Euro gespendet. Nach wenigen Tagen schlossen sich viele Fußballprofis und Privatspender den Nationalspielern an und spendeten insgesamt mehr als drei Millionen Euro. Dem Spielerrat der Bayern gehört auch David Alaba an.

Den Anfang des Gehaltsverzichts in der Bundesliga hatte in der vergangenen Woche Borussia Mönchengladbach gemacht. “Ich bin sehr stolz auf die Jungs”, erklärte Manager Max Eberl. Trainerstab sowie Direktoren und Geschäftsführer hätten sich dem Beispiel der Spieler angeschlossen. Gleiches gilt für Mainz 05, wo sogar Betreuer und Zeugwart Gehaltsreduzierungen freiwillig hinnehmen. Bei anderen Clubs wie beispielsweise RB Leipzig, 1. FC Köln, Werder Bremen und Schalke 04 seien Spieler, Trainer und Manager auch bereit, auf einen Teil ihrer Bezüge zu verzichten.

Von: APA/dpa