Peter Stöger kam in Dortmund nie richtig an, erreichte aber seine Ziele

Stöger will den schönsten Moment beim BVB am Schluss erleben

Freitag, 11. Mai 2018 | 14:53 Uhr

Vor seinem vermutlich letzten Spiel als Trainer von Borussia Dortmund will Peter Stöger am Samstag das Schönste noch am Schluss erleben. Mit einem Remis bei 1899 Hoffenheim am letzten Spieltag der deutschen Bundesliga-Saison wäre das vom Wiener ausgegebene Ziel erreicht, die Qualifikation für die Fußball-Champions League geschafft.

Selbst eine knappe Niederlage könnten sich die drittplatzierten Dortmunder leisten, wenn sie eine bessere Tordifferenz (aktuell +19) im Vergleich mit den Verfolgern Hoffenheim (16) und Leverkusen (13) aufweisen. Ausgehen darf man von einem Erfolg der Leverkusener, die zu Hause gegen Hannover antreten.

Es gilt als ausgemachte Sache, dass der Schweizer Lucien Favre im Sommer Stögers Nachfolge antritt. Auf die Frage, was sein schönster Moment beim BVB war, blickte der Österreicher dennoch in die Zukunft. “Ich gehe davon aus, dass der schönste Moment am Samstagabend ist.” Gelingt der Einzug in die Champions League, wäre Stögers Mission erfüllt. Auf einen Fehltritt der Konkurrenz will er sich nicht verlassen: “Wir haben eine richtig gute Ausgangslage und es selbst in den Beinen.”

Bei seinem Amtsantritt im Dezember hing Dortmund noch in den Seilen. “Da hätten wir diese Ausgangslage gerne genommen”, erinnerte Stöger mit Verweis auf den achten Tabellenplatz der Borussia. Die Bilanz spricht für den BVB, der gegen Hoffenheim seit neun Ligaspielen ungeschlagen ist. Dortmund plagen jedoch Sorgen in der Innenverteidigung. In der brisanten Partie fehlt Sokratis (Gelb-Sperre) und höchstwahrscheinlich auch Ömer Toprak (Wadenprobleme).

Hoffenheim könnte nach einem wechselhaften Saisonverlauf mit bisher starkem Endspurt erstmals in der Vereinshistorie direkt in die Champions League einziehen. Das setzt einen Sieg über den BVB mit zwei Toren Differenz voraus. “Das wäre für den Verein historisch. Wir werden alles dafür tun”, sagte Trainer Julian Nagelsmann. Bei einer Niederlage droht der Rückfall auf Rang fünf – verbunden mit dem Verpassen der Königsklasse. Leverkusen liegt jedenfalls in Lauerstellung.

Gleich auf doppelte Schützenhilfe ist Leipzig angewiesen. Bei zwei Punkten Rückstand auf Hoffenheim und Leverkusen und der deutlich schlechteren Tordifferenz müssten die Konkurrenten verlieren, damit der Fünfte sich erneut in der Champions League messen kann. Aufgrund dieser geringen Chancen wären alle Beteiligten schon mit weniger zufrieden. “Wir haben zwei sensationelle Jahre hinter uns und wollen diese mit der Qualifikation für die Europa League krönen”, sagte Sportdirektor Ralf Rangnick mit Blick auf das letzte Saisonspiel bei Hertha BSC.

Programm der 34. und letzten Saisonrunde der deutschen Bundesliga:

Samstag (alle 15.30 Uhr): Bayern München (Alaba) – Stuttgart, Hoffenheim (Zulj, Grillitsch, Posch rekonvaleszent) – Borussia Dortmund (Trainer Stöger), Hertha BSC (ohne Lazaro/muskuläre Probleme) – RB Leipzig (Trainer Hasenhüttl, Ilsanker, Laimer, Sabitzer rekonvaleszent), Freiburg (Lienhart) – Augsburg (Gregoritsch fraglich/Adduktoren, Hinteregger, Danso), Schalke 04 (Burgstaller, Schöpf) – Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen (Baumgartlinger, Özcan) – Hannover (Harnik), Hamburger SV – Mönchengladbach, Mainz (Onisiwo) – Werder Bremen (Junuzovic, Friedl, Kainz), Wolfsburg – Köln

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz