Der Vizekanzler bei Olympia

Strache suchte in Pyeongchang das Gespräch mit Sportlern

Montag, 19. Februar 2018 | 12:24 Uhr

Österreichs Sportminister Heinz-Christian Strache (FPÖ) hat am Montag seinen Besuch bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang beendet. Er nützte den dreitägigen Aufenthalt nicht nur als Daumendrücker für das ÖOC-Team, sondern auch zu “arbeitsintensiven” Gesprächen mit Verbandspräsidenten, Funktionären, Sportlern und ausländischen Amtskollegen aus Estland, Bulgarien und China.

Live mitverfolgt hat Strache den Super-G der Damen mit Silbermedaillengewinnerin Anna Veith, den Riesentorlauf der Herren mit Goldmedaillengewinner Marcel Hirscher, Skeleton der Frauen mit der viertplatzierten Janine Flock (“haben mitgetrauert, man leidet mit”); er war beim Saalbach-Hinterglemm-Abend im Österreich-Haus mit dabei und der Goldmedaillenfeier mit Super-G-Gewinner Matthias Mayer. Die Stimmung erlebte er überall als “wundervoll”.

Man müsse nach dem Olympischen Spielen sofort überlegen, was notwendig sei, dass man in vier Jahren bei den nächsten Winterspielen wieder erfolgreich sei. “Und wir diese Medaillen wieder machen bzw. vielleicht noch besser sind. Da gibt es viele Notwendigkeiten bis hin zu Forschungs- und Technologieentwicklung”, sagte Strache in Pyeongchang zur APA.

“Wir erleben, dass in machen Verbänden eine exzellente Struktur und Gegebenheit da ist und dort auch Ausnahmesportler natürlich die besten Rahmenbedingungen vorfinden. Und dann erleben wir, dass bei manchen Bereichen das nicht optimal gelagert ist und dann halt Ausnahmesportler da sind, die trotzdem sehr erfolgreich sind, aber natürlich bei besseren Rahmenbedingungen noch erfolgreicher sein könnten.”

Man sei eine Sportnation. “Aber wir wollen im Vergleich auch zu anderen Nationen, die weniger Einwohner haben und durch eine gute Arbeit uns längst überholt haben, dort wieder anschließen. Norwegen, Neuseeland als Beispiel. Es wäre viel mehr möglich und drinnen, wenn man das Ganze auch effizienter gestaltet.” Es gehe nicht alles von heute auf morgen, es brauche ein langfristiges auf die nächsten zwei Jahrzehnte ausgerichtetes Konzept. “Und das Schöne daran ist, dass man es gerade im Sport dann auch bemessen kann.”

Eines der intensiveren Gespräche war jenes mit Skeleton-Pilotin Flock. “Viele die mich kennenlernen, bekommen mit, dass ich ein bodenständiger Mensch bin, nicht aufdringlich, aber für jeden da, der das Gespräch sucht und Sorgen und Probleme hat”, bot Strache seine Hilfe an.

Es habe im Vorfeld schon Probleme gegeben, wo man rasch geholfen und sichergestellt habe, dass die Besetzung der letzten zwei Skeleton-Weltcup-Rennen möglich war. “Und natürlich lassen wir Janine Flock auch nicht hängen, wenn es darum geht, was jetzt offenbar im Raum steht, dass die Physiotherapeutenkosten nicht gedeckt sind. Das kann ja nicht sein”, sagte Strache.

Von: apa