Teilnehmerrekord und Impuls für Gröden

Südtirol Sellaronda Hero 2015 ist Geschichte

Donnerstag, 02. Juli 2015 | 12:46 Uhr

Gröden – Der Südtirol Sellaronda HERO 2015 und damit auch die UCI-Mountainbike-Marathon-WM in Gröden sind Geschichte. Am Samstagabend mit der großen Abschlussparty auf der Medal Plaza in Wolkenstein zu Ende gegangen, hat der HERO auch 2015 wieder Rekordzahlen geliefert. Entsprechend positiv fällt das Fazit der Organisatoren aus.

Begeisterte Zuschauer, beeindruckte Top-Fahrer, verdiente Weltmeister und nicht weniger als 4.015 HEROes, die sich mit einer der anspruchsvollsten, spektakulärsten und landschaftlich schönsten Mountainbike-Strecken messen konnten: Der Südtirol Sellaronda HERO ist auch in diesem Jahr wieder seinem Ruf gerecht geworden und hat sich im Mountainbike-Rennkalender zu einem Fixtermin entwickelt.

Jahr für Jahr gewachsen (von 2010 400 auf 4015 Teilnehmer in diesem Jahr), ist der Südtirol Sellaronda HERO in seiner sechsten Ausgabe mit der Wertung als UCI-Marathon-Weltmeisterschaft auf dem Sport-Olymp gelandet. Organisation, Strecke und Rennen haben sich dabei einer WM mehr als nur würdig erwiesen. Mit tausenden Zuschauern im Zielraum und an der Strecke war die Stimmung großartig, 600 freiwillige Helfer haben für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. „Mein Dank gilt allen Helfern, die wieder großartige Arbeit geleistet haben, allen Institutionen, Gönnern und Sponsoren, ohne die ein solches Event wie der HERO nie möglich wäre“, so OK-Chef Gerhard Vanzi.

Die Weltmeisterschaft hat dem Südtirol Sellaronda HERO in diesem Jahr auch eine erhöhte Aufmerksamkeit in den Medien eingebracht. So hat RaiSport das Rennen zweieinhalb Stunden lang live übertragen, auf Eurosport 2 International gab’s die Höhepunkte der Marathon-WM am Montag zwischen 17.00 und 18.00 Uhr noch einmal. „Die spektakulären Bilder vom Rennen und von der Strecke sind ein wichtiger Baustein in unseren Bemühungen, Gröden und die Dolomiten als ideales Bikerevier zu präsentieren“, erklärt Vanzi. Die UCI-Mountainbike-Marathon-WM könnte so ein ebenso wichtiger Impuls für Gröden und die Talschaften der Sellaronda-Region sein, wie es die Ski-Weltmeisterschaft 1970 war. „Die WM 1970 war der Startschuss für den Aufschwung Grödens zu einem der Top-Wintersportgebiete in den Alpen“, so Vanzi, „die Marathon-WM 45 Jahre danach könnte ähnliches für den Biketourismus leisten“.

Dieser solle in jedem Fall nachhaltig entwickelt werden und so auch zum Prädikat eines UNESCO-Weltnaturerbes Dolomiten passen. Wobei sich der Südtirol Sellaronda HERO auch in dieser Hinsicht als Wegbereiter sieht: „Wir haben den HERO hin zu einem Green Event entwickelt, bei dem die Umwelt eine zentrale Rolle spielt“, so Vanzi. Entsprechende Maßnahmen – etwa eine strikte Politik der Müllvermeidung und -trennung – seien schon gesetzt worden.

Entwickelt wurde auch das Rahmenprogramm. So hat sich der Südtirol Sellaronda HERO von einer Ein-Tages-Veranstaltung zu einem neuntägigen Festival mit dem eigentlichen Rennen als Höhepunkt gewandelt. Von 20. bis 28. Juni stand Gröden mit Treffen und runden Tischen, Fashion Shows und Nachwuchsrennen, Ausstellungen und Konzerten ganz im Zeichen des Mountainbiking. „Das ist eine Entwicklung, die wir in den nächsten Jahren sicher noch forcieren werden, um dem HERO eine noch größere Breitenwirkung zu verschaffen“, so Vanzi.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen, Salten/Schlern